Inhaltsanalyse „schnee“

Zu Buchempfehlung und Inhaltsangabe für schnee

Im folgenden lesen Sie die Inhaltsanalyse der Erzählung schnee.

Ein Mensch, der schon am Anfang der Geschichte die Stille sucht und entrückt seine Umgebung und die Ereignisse beobachtet; seine Distanz von der Welt und der Realität wächst mit jedem Satz.
Auf der Suche nach dem Heimweg und der ersehnten Ruhe verliert er die Orientierung und ist ganz allein auf sich gestellt;
er ist eine hilflose Gestalt in einer weissen verschneiten Fremde; sie macht ihm anfangs Angst.
Einsamkeit und Dunkelheit in einer fremden, in Weiß eingehüllten Landschaft…der Weg ist weit, und er schöpft immer wieder Hoffnung, doch ankommen zu können ohne zu realisieren, dass sein Ziel an diesem Abend ein ganz anderes ist;
ein Ziel, was sich schon zu Beginn körperlich angekündigt hat: eine Vorahnung, hätte er sie gehabt.
Am Ende ist das Glücksgefühl die Erfüllung seines Ziels und seiner Sehnsucht nach Stille…ein Licht am Ende des Tunnels; alles wird Weiß um ihn herum und in ihm.
Der Schauplatz könnte überall sein:
ein Bürogebäude, eine Garage, Straßen in der Stadt, Landstraßen, eine Straßenbahn, eine Wiese mit Baum und natürlich Schnee…schneeweisse Stille hüllt den müden Lessing ein.#BUECHER-LOGBUCH

Kehlmann Rowohlt Verlag
Kehlmann Rowohlt Verlag

Ort: Wismar.

Weiss ist das Ziel. Das buecher-logbuch.de empfiehlt die Erzählung schnee von Daniel Kehlmann erschienen in der Anthologie Unter der Sonne des Rowohlt Verlags Rheinbek bei Hamburg.

Lesen Sie auch:

Empfohlenes Sachbuch:

Peter Høeg, Miss Smilla´s Feeling for Snow.

Elisabeth George, For the Sake of Helena.

Rezension „schnee“

Kehlmann Rowohlt Verlag
Kehlmann Rowohlt Verlag

Das buecher-logbuch.de empfiehlt die Erzählung schnee von Daniel Kehlmann erschienen im Erzählungsband „Unter der Sonne“ im Rowohlt Verlag.

Direktor Lessing ist sehr müde und hat Kopfschmerzen. Während die Mitarbeiter scheinbar endlose Reden über Zahlen, Budgets und Konkurrenzpläne halten, schweift seine Aufmerksamkeit ab. Er sehnt sich das Ende der langen und anstrengenden Sitzung herbei; seine Gedanken kreisen sich um den plötzlichen Wetterumschwung; es schneit. Statt Worte nimmt er Geräusche, Farben und Formen wahr. Als ihm schwindlig wird, schluckt er eine Tablette gegen hohen Blutdruck. Seine, von allen erwartete, Abschlussrede beschränkt sich auf Allgemeinheiten. Er verabschiedet sich und steigt in seinen Wagen; die Straßen sind verschneit. Die Hauptstraße ist durch einen Unfall gespert; er will nicht warten und versucht einen anderen unbekannten Weg. Lessing verfährt sich; er hat einen Unfall, marschiert los um Hilfe zu holen; er verirrt sich in der weissen Einöde, und sein Zuhause ist weit entfernt…Lesen Sie die Buecher-Logbuch-Inhaltsanalyse für schnee.#buecher-logbuchde
 

Lesen Sie auch:

Fjodor Dostojewski, Das Krokodil, Bibliothek von Babel,

Fjodor Dostojewski, Das Krokodil in Die Bibliothek von Babel, hrsg. von Jose Luis Borges Band 22, edition Büchergilde
edition Büchergilde

über die Unmöglichkeit aus einem Krokodilbauch rauszufinden und die Spätfolgen dieser Haltung:

  • Daniel Kehlmann, Ruhm, Rowohlt,
  • Daniel Kehlmann, F, Rowohlt,
  • Rudyard Kipling, Von Bord, edition Büchergilde ,
  • Deon Meyer, Icarus, Aufbau.

 


Empfohlene Bücher:

Snow Falling on Cedars

Zuckerbrot und Peitsche.

Empfohlener Film:

Crocodile Dundee.

Geschichte aus der Bibel:

Jonas und der Wal.

Kein Anschluss unter
diesem Automaten.
„Die Robotisierung der
Gesellschaft“

Urheberschaft und ursprüngliche Bedeutung des Wortes Roboter:

Der Ursprung des Wortes Roboter liegt im tschechischen Wort robota, das mit „Frondienst“ oder „Zwangsarbeit“ übersetzt werden kann. Die Bezeichnung robot wurde 1920 von Josef Čapek (1887 Hronov-1945 Bergen-Belsen), Maler, Zeichner, Graphiker, Fotograf und Schriftsteller geprägt, dessen Bruder Karel Čapek ursprünglich den Namen labori verwendet hatte, als er in seinem Theaterstück R.U.R. (Rossumovi Univerzální Robotiin, übersetzt: Rossum’s Universal Robots, auch W.U.R. – Werstands universal Robots, Übersetzer: Otto Pick) Tanks gezüchtete menschenähnliche künstliche Arbeiter auftreten ließ, die dafür geschaffen worden sind, menschliche Arbeit zu übernehmen, und die dagegen revoltieren. Mit seinem Werk griff Čapek das klassische, ebenfalls in der Prager Literatur der jüdischen Mystik verbreitete Motiv des Golems auf. Heute würde man Čapeks Kunstgeschöpfe als Androiden bezeichnen. Vor der Prägung des Wortes Roboter wurden solche Maschinen Automaten oder Halbautomaten genannt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Roboter

ZUR MENSCHLICHEN ABHÄNGIGKEIT VON

AUTOMATISIERTEN ABLÄUFEN IM 21. JAHRHUNDERT.

Sie möchten Ihren Ausweis verlängern oder einen neuen beantragen und rufen an bei der zuständigen Behörde.

Sie sind arbeitssuchend und rufen bei der Agentur für Arbeit an. Sie haben Fragen zu Ihrer Mobiltelefonrechnung und rufen bei Ihrem Dienstleister an. Sie möchten Kinokarten reservieren telefonisch oder online. Sie möchten ein Kundenkonto bei einem Dienstleister im Internet eröffnen.

Sie suchen Antworten zu einem Thema.

Sie sind nicht vertraut mit den technischen Entwicklungen

der letzten Jahre. Sie möchten es aber trotzdem ausprobieren und fangen an vorsichtig zu recherchieren…

…um gleich zu merken, daß Sie an ungeahnte Grenzen stossen. Der Zugang zu solchen Informationen wird durch mehrere Hürden erschwert.

Im Dickicht der Informationsvielfalt des heutigen technologischen Zeitalters verlieren Sie mehrmals die Orientierung und, wer weiß, vielleicht auch die Motivation weiterzumachen.

Sie betreten ein Labyrinth mit unendlich vielen Wegen und Aus-Wegen, das undurchsichtig wird durch Hindernisse und Sackgassen.

Wissen Sie sich zu helfen? Oder holen Sie sich fremde Hilfe? Wie entsperren Sie die verschlossenen Türen, welche „Sesam öffne Dich“-Codes brauchen Sie um zu passieren?

Wer sind die Türwächter?

Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie am Telefon den ersten Kontakt mit automatischen Stimmen haben, die Sie bitten, Tasten zu drücken oder Wörter nachzusagen?

Erst wenn Sie dieser Aufforderung Folge geleistet haben, wird Ihnen ein persönliches Gespräch mit einer Call-Center Mitarbeiterin gewährt.

Sind Sie im Web unterwegs, müssen Sie Formulare ausfüllen mit Ihren persönlichen Daten. Sie müssen sich einloggen mit Kenn- und Passwort, sie unbedingt merken und sicherheitshalber nicht aufschreiben.

Sie werden aufgefordert eine Reihenfolge von Buchstaben und Zahlen abzuschreiben. Auf vielen Webseiten wird diese Aufforderung erklärt als Möglichkeit der Unterscheidung zwischen „human“ und „mashine“.

Die Aufforderung, eine Zahlen-/Buchstabenkombination einzugeben, dient als Schutzmassnahme, um sogenannten „crawlern“ – siehe auch Suchroboter – den Einlass zu versperren.

Sie befinden sich vor einem Tresor mit zahlreichen Schlössern, die geöffnet werden müssen, um den Inhalt zu betrachten.

Haben Sie noch Zeit und Lust?

Warum gibt es so viele Automatismen in einem von Menschen bewohnten Ort? Die Prozesse werden schneller und die Zeit knapper…nehmen wir an einem Wettlauf teil?

Der Zugang zu Informationssystemen ist, einerseits für eine eingeschworene, technologisch versierte, Gemeinde leicht, für alle anderen „unkundigen“, anstrengend und für viele beängstigend.

Die Kommunikation ist schon längst unpersönlich und beliebig geworden…das Ziel ist schnelle Bedienung und reibungslose, zeitsparende Handhabung.

Sicherheit spielt eine Rolle, soweit sie den zeitlichen Voraussetzungen nicht hinterherhinkt, abgehackt, automatisch, kompetent und leistungsstark im Dienste einer Kundschaft, die sich immer weiter individualisiert. Jedem wird das Seine gewährt.

Absolute Toleranz und Verständnis werden kommuniziert.

Individuelle Erwartungen werden bis ins kleinste Detail erfüllt und erschweren das Miteinander.

Es ist die Epoche der Allseits-Erreichbarkeit, unverbindlicher Kommunikation und vortäuschender Effizienz.

Die zweite Industrialisierungsära, die Ära der technologischen Revolution war längst auf dem Vormarsch, bevor wir es geahnt haben.

Der Anschluss an der Realität ist einzigartig menschlich; die Zukunft braucht unseren menschlichen Verstand und die Maschinen als Werkzeuge. Nur Geister aus dem Nebel Matthias Claudius verfallen der Illusion einer maschinengesteuerten Welt.#buecher-logbuchde

Lesen Sie auch:

E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann Reclam Verlag 2003
Philipp Reclam jun. Stuttgart
  • Tim Pratt/Andy Deemer, Stormglass – Angriff der Killerbienen, Aladin Verlag,

    Aladin Verlag
    Aladin Verlag
  • Picus Verlag
    Picus Verlag

    Manfred Rumpl, Dieser Tage, Picus Verlag (Neuerscheinung),

  • Wagenbach Verlag
    Wagenbach Verlag

    Anton Tantner, Die ersten Suchmaschinen Adressbüros, Fragämter, Intelligenz-Comptoirs, Wagenbach Verlag,

  • Aldus Huxley, Schöne neue Welt,
  • George Orwell, 1984,
  • Samuel Beckett, Waiting for Godot und last but not least
  • Karel Čapek, R.U.R. (oder W.U.R., Übersetzer Otto Pick).

Orte:

Woking

Warschau¹

¹es gibt dort eine Roboter Show im Kopernikus-Zentrum.

Empfohlene Bücher:
Aldous Huxley, Brave New World.
George Orwell, 1984.
Robert Sonntag, Die Scanner.
Empfohlene Filme:

Modern Times.
Clockwork Orange.
Odyssee 3001.
I, Robot.