„WINTER, SCHNEE UND KEIN MEER IN SICHT…“
„SHANTYS VERBINDEN.“
„Der Käptn und die Mimi Kätt“

Esther Kinsky Gerda Raidt Der Käptn und die Mimi Kätt Verlag Jacoby und Stuart Berlin 2012
Verlag Jacoby und Stuart

Orte:

Essen

Kiel

Bartholomäus-Therme, Hamburg.

Puttgarden-Fähre.

Rothenburg ob der Tauber.

Athos-Fähre.

Prinz Hamlet von Harwich nach Hamburg.

Schifffahrt von Piräus nach Hydra, Spetses, Poros.

Schifffahrt von Athen nach Rhodos.

Schifffahrt von Kavala nach Thassos.

Fähre von Igoumenitsa nach Korfu.

Winter, Schnee und kein Meer in Sicht…

Die Mimi Kätt ist schneeweiß, ziemlich alt und sehr klug; sie schaut gern aus ihrem Fenster auf den Landwehrkanal, und sie mag Schnee; bis es eines Winters tagelang schneit und ihre Lieblingsaussicht fast nicht mehr zu sehen ist; vom häßlichen Hundehaufen direkt vor ihrem Fenster ganz zu schweigen. Mimi Kätt muß aus ihrer Wohnung, um die Welt da draußen zu sehen! Bei einem Spaziergang am Landwehrkanal hält sie überrascht inne; ein rot-blauer Ozeandampfer steckt im dicken Eis des Landwehrkanals fest! Kein Meer ist in Sicht. Mimi Kätt ist neugierig auf dieses Riesenschiff und seine Besatzung.

SHANTYS VERBINDEN

Mimi Kätt schließt Freundschaft mit Käptn und Matrosen; sie singt mit ihnen heitere Lieder, feiert mit ihnen Weihnachten und Silvester und unternimmt beinah eine Weltreise; das Abenteuer im winterlichen Berlin kann beginnen.

Beim Lesen erinnert man sich gern an das vergangene Weihnachtsfest und die Erwartung des Höhepunkts schlechthin, des 31. Dezember, des Silvester. Beim Warten auf den Einzug des Neuen Jahres, ob zu Hause in Berlin oder Hamburg, irgendwo auf der großen weiten Welt oder an Bord eines Schiffs träumt man und hofft; nächstes Weihnachten kommt bestimmt; dabei schwankt man im Rhythmus des Flapschlots und haucht dem einen oder anderen Shanty aus dem Buch die ganz persönliche Note ein.

Buecher-Logbuch-Fazit

Das Bilderbuch „Der Käptn und die Mimi Kätt“ ist eine Hommage an das warme, eigene Zuhause, an Freundschaft und Gastfreundschaft und die Hymne an die Spree und den Landwehrkanal. Fernweh, Heimweh und Sehnsucht geben sich hier die Hand; es ist das Leben, wie es lebt und feiert.©Buecher-Logbuch

Bibliographie

Esther Kinsky, Der Käptn und die Mimi Kätt, ©2012 Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin, Alle Rechte vorbehalten, Text ©Esther Kinsky, Illustration ©Gerda Raidt, ISBN 978-3-94178785-8, €14,95 (D) 

Lesen Sie auch:

Esther Kinsky, Am Fluss, Ein Spaziergang durch englische Kanäle und Londoner Peripherien.

Empfohlene Krimis:

Agatha Christie, Ruhe unsanft

Ruth Rendell, Die Tote im falschen Grab

Ruth Rendell, Die Grausamkeit der Raben.



 

 

 

 

 

 

Inhaltsanalyse
The Clash „London calling“

The Clash London calling, London Eine literarische Einladung Klaus Wagenbach Verlag 2012
Verlag Klaus Wagenbach

Orte

London.

Hamburg-Volksdorf.

Hamburg-Heiligengeistfeld.

Orlando Disneyland.

Seaworld San Diego.

Thessaloniki, Karoussell am Park gegenüber dem YMCA-Gebäude.

London Calling wurde am 7. Dezember 1979 vom gleichnamigen Album London Calling als Single abgekoppelt. Der Songtitel erinnert an den Eröffnungsspruch der Radionachrichten während des Zweiten Weltkriegs und thematisiert neben Existenzängsten, den schweren Unfall an dem Nuklear-Reaktor Three Mile Island in Pennsylvania, Arbeitslosigkeit, Drogensucht, Staatsgewalt und Naturkatastrophen. Joe Strummer und Mick Jones schrieben den Text im Jahr 1979.

Analyse

Der lyrische Text ist ein Appell an Mädchen und Jungen weltweit, die Sicherheit ihres Schranks, ihres Cocoons und gleichgültiger Existenz zu verlassen…

Endzeitstimmung kommt auf durch die immer näher kommende Sonne; das an den Polen schmelzende Eis; die den Menschen bevorstehende Hungersnot; das Versagen der Maschinen; eine Nuklearkatastrophe und das Versinken Londons in die Themsefluten. Eine geballte Existenzangst, die ihren Trost findet in der Nähe zum Wasser; der Barde verspürt keine Angst, weil er an der Themse wohnt. Perspektivlosigkeit, Orientierungslosigkeit, Suchtpotential, Apathie und Zukunftsängste beherrschen die Szenerie. London ertrinkt in dem apokalyptischen Szenario trotz Notruf. Was den Einzelnen betrifft, bleibt offen in diesem Liedertext und aus der damaligen Perspektive der Band im Jahr 1979.Buecher-Logbuch

Bibliographie

London Calling, 1979 written by Joe Strummer and Mick Jones/The Clash, abgedruckt in London Eine literarische Einladung, (Ein Salto Buch), Seiten 131-132, Verlag Klaus Wagenbach Berlin ISBN 978-3-803-11284-2, € 15,90 Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

Lesen Sie auch:



 

 

 

 

„FREMDER BRÜCKENBAUER.
ERMITTLER. PHILOSOPH.“
TIBET-KRIMI.
„Der fremde Tibeter“

Elliot Pattison Aufbau Verlag Berlin
BUECHER-LOGBUCH-LIEBLINGSKRIMI Aufbau Verlag

Orte:

Hamburg, Alsterarkaden.

Kathmandu.

London.

Thessaloniki.

Der wegen seiner politischen Ansichten zwangsexilierte chinesische Polizist Shan lebt und ermittelt in tibetanischem Territorium. Als ein Monch stirbt und die Lage undurchsichtig wird, reist er durch das Vielvölkerland auf der Suche nach der Wahrheit…

SZENERIE/CHARAKTERSTUDIE

„Der fremde Tibeter“ erzählt von der Reise eines Fremden durch Tibet, dessen Heimat die benachbarte Großmacht ist, von den vielen Völkergruppen und der kargen, bergigen, imposanten Natur. Dabei werden kriminalistisches Gespür, Kombinationsgabe und Empathie unverzichtbare Begleiter sein. Shan beschreitet den schwierigen Weg der Akklimatisierung und bleibt trotz allem wißbegierig. Er verlernt seine Deduktionsfähigkeit nicht und bringt den komplexen Fall in einer komplexen Umgebung zum Abschluß. Der Beobachter von Aussen ermittelt mit Feingefühl, Diplomatie und Respekt; seine selbstkritische Suche nach der Wahrheit, seine Ich-Reise setzt sich nach Auflösung des ersten Falls fort.

BUECHER-LOGBUCH-FAZIT

Die Geschichte um den Exil-Chinesen Shan-Tao-Yun und seine Odyssee in der Fremde Tibets taucht in multiethnische Welten ein und verknüpft einen Kriminalfall mit dem konfliktbeladenen, sozial-politischen Alltag der Region. Gute Kriminalromane sind zeitlos, so auch „Der fremde Tibeter“; dieses Buch ist nach so langer Zeit immer noch mein Favorit, weil sein Ermittler die Ruhe auch in prekären Situationen nicht verliert und auf der Suche nach der Wahrheit durch das vielseitig spannende Tibet reist, ein Land und seine Leute, das unter fremder Herrschaft sich gewaltfrei behauptet.©Kyriaki Marati BUECHER-LOGBUCH 

Bibliographie

Eliot Pattison, Der fremde Tibeter SHAN ERMITTELT (Band 1), Originaltitel: „The Skull Mantra“, ©Lizenz des Verlags Rütten & Loening, Aufbau Taschenbuchverlag 2002, ISBN 978-3-7466-1832-6, €10,99(D).

Der fremde TibeterBESTELLEN

Lesen Sie auch:

Sabriye Tenberken, Mein Weg führt nach Tibet Die blinden Kinder von LlasaBESTELLEN

Sabriye Tenberken hat in Lhasa die erste Blindenschule Tibets gegründet. Die Kinder werden u.a. in Tibetisch, Chinesisch und Englisch unterrichtet; daneben gibt es eine Trainingsstätte, in der blinde Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Berufen ausgebildet werden. Von ihrem großen Abenteuer, bei dem sie häufig vor dem Scheitern stand, erzählt Sabriye Tenberken – die selbst blind ist – mit viel Humor und voller Zuneigung zu den Tibetern und ihrer so ganz anderen Kultur. Und sie zeigt uns, dass Blindsein keine Behinderung ist – wer nur will, kann seinen eigenen Traum verwirklichen.

Sabriye Tenberken, geboren 1970 in Köln, erblindete im Alter von zwölf Jahren. Sie hat Tibetologie, Soziologie und Philosophie studiert und kümmert sich seit 1998 zusammen mit ihrem Lebensgefährten Paul Kronenberg um das von ihnen gegründete Blindenzentrum in Lhasa, den Aufbau eines weiteren Zentrums im südindischen Kerala und die weltweite Arbeit für Blinde mit ihrer Organisation Braille ohne Grenzen. Im Jahr 2000 erschienen ihr Bestseller Mein Weg führt nach Tibet und ihr Kinderbuch Tashis neue Welt. Sabriye Tenberken wurde für ihr Engagement u. a. mit dem Charity-Bambi der Burda-Verlagsgruppe, mit dem Hero Award des Time Magazine für Europa und Asien und dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet sowie, ebenso wie Paul Kronenberg, von der holländischen Königin zum Ritter von Oranje geschlagen.

Der Appell des Dalai Lama an die Welt – Ethik ist wichtiger als Religion

Susan Kreller, Schneeriese,

Seit er denken kann, lebt der 14-jährige Adrian neben Stella Maraun, die fast nicht lispelt und die beste Freundin ist, die er je hatte. Es kümmert sie nicht, dass Adrian wächst und wächst – 2,07 m soll er werden! – und sie nennt ihn liebevoll Einsneunzig, obwohl auch das schon nicht mehr stimmt. Doch als Datos Familie in das leerstehende Dreitotenhaus nebenan einzieht, entspinnt sich zwischen Stella und Dato eine zarte Liebesgeschichte. Adrian muss den ersten furchtbaren Liebeskummer überleben – und vielleicht trotzdem schaffen, Stellas Freund zu bleiben. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2015, Kategorie Jugendbuch Altersempfehlung ab 12 Jahre. SCHNEERIESE BESTELLEN

Timothy Brook, Wie China nach Europa kam, Die unerhörte Karte des Mr. Selden,

Wagenbach Verlag
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Wu Cheng´en, Die Reise nach Westen,

Petros Markaris, Faule Kredite,

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Artur Klinau, SCHALOM, editio.fotoTAPETA 2015
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Christoph Peters, Der Arm des Kraken,

Der Arm des Kraken von Christoph Peters
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Ricardo Piglia, Munk,

 

Karin Salvalaggio, Brennender Fluss,

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Hergé, Tim in Tibet. Ein gelber Schal, ein mütterlicher Schneeriese, ein schneeweisser Hund, Tim, Kapitän Haddock, der Überlebende eines Flugzeugabsturzes namens Tschang, ein abergläubischer Sherpa, ein Kloster auf den Bergen, ein Yak mit einer Vorliebe für Gelb und eine diesseits zentrierte Sicht auf Menschen, Dinge, Sitten und Berge ergänzen den Comic.

Neu Delhi in den neunziger Jahren: auf der Fahrt durch die Stadt erlebe ich zum ersten Mal pure Verzweiflung: junge Demonstranten aus Tibet stoppen den Verkehr. Es gibt Schreie, es gibt Rufe, es gibt Appelle in einer fremden Sprache. Nichts geht mehr. Alle verharren, bis es weiter geht, bis die Polizeit kommt und die Demonstranten abführt. Wieder in Hamburg möchte ich mehr über Tibet erfahren und da Kriminalromane meine Lieblingsbücher sind, entscheide ich mich für Der fremde Tibeter.

Die Shan-Kriminalromane in ihrer Reihenfolge: