Zur FSK Begründung „Life of Pi“

Über die FSK-Begründung für den Spielfilm The Life of Pi ab 12 Jahre: 

Die Begründung schließt mit dem Satz ab, dass die bedrohliche Wirkung

des, in allen Details gezeigten, Überlebenskampfs des jungen Pi ausreichend gemildert ist durch die märchenhaft anmutende Kulisse und daher die ängstigende Wirkung für Kinder ab 12 im Rahmen bleibt. 

Über die Buecher-Logbuch-Altersempfehlung ab 16 Jahre:

Pi muss unfreiwillig zusehen, wie der Tiger ein Zicklein tötet und verspeist. Sein Vater will ihm damit eine Lektion für das Leben mitgeben; die Maßnahme zeigt sich langfristig wirkungsvoll für das spätere Zusammenleben von Heranwachsendem und Tier in engstem Raum auf dem Boot. Die Szene ist trotzdem grausam mitanzusehen, denn das was sie nicht zeigt in Kombination mit Ton und Kameraführung mehr Angst erzeugt als das lückenhafte Bild.

In späteren Szenen ist die Atmosphäre im sinkenden Schiff, die Unterwasserszenen, der immer wieder bedrohlich anschwellende Ozean, das Fressen und Gefressenwerden auf dem Boot, die Aussichtslosigkeit des Überlebens hautnah zu spüren. Vor allem die Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit des Jungen und des Tigers, die durch jede Pore sickert und den Raum füllt, ist Lesestoff für sechzehnjährige, die in Begleitung sich mit den Filmbotschaften auseinandersetzen und parallel das Buch lesen und die Freundschaft, die trotz aller Schwierigkeiten entsteht, als Hoffnung sehen.©BUECHER-LOGBUCH

 


 

 

ORIGINALE UND FÄLSCHUNGEN

Der Beitrag Originale gegen Fälschungen ist der zweite Beitrag in der Reihe Gedankenblitze. Er befasst sich mit den Unterschieden zwischen Originalen und Kopien.

Originale sollten echt sein. Sie sind oft hochpreisig. Originale sollten aussergewöhnlich sein. Sie sprechen Sammlernaturen an. Originale gibt es nicht wie Sand am Meer; sie gibt es nur in ausgewählten Orten.
Fälschungen sind Nachahmungen, Kopien, Plagiate, Klone der Originale. Sie sind auswechselbar. Abhängig vom Endabnehmer sind sie hoch- oder niedrigpreisig. Fälschungen können gelegentlich auch geübte Augen täuschen; sie sind überall zu finden. Ihre alltägliche Verfügbarkeit macht sie attraktiv, weil sie die meisten Menschen nicht überfordert. Ihre womöglich kurze Lebensdauer ist im Augenblick des Erwerbs unerheblich.

Einsame Menschen von heute jagen nach Fälschungen und dem Zusammengehörigkeitsgefühl, das „Ich habe das auch“-Gefühl.
Originale sind im Nachteil, weil sie unzulänglicher sind. Sie verlangen nach intensiver Suche, nach Investition im geistigen und materiellen Sinne.

Originale erwarten Anstrengungsbereitschaft, ihr Erwerb verspricht Glück durch Besitz, Imagesteigerung in einem kleinen Kreis von Gleichgesinnten, letztendlich Selbstverwirklichung.
Originale bekommen höchstwahrscheinlich nicht die „Pole Position“ zugeteilt im Rennen für die Gunst. Am Ziel erfüllen sie Kindheitsträume und überzeugen durch Aesthetik und Haltbarkeit.

Individualisten erkennen den Wert der Originale und erleben bewusst gewählte einsame Augenblicke.©Buecher-Logbuch

„Windsbraut“ lieferbare Ausgaben

T.C. Boyle, Windsbraut in Zähne und Klauen Hanser Literatur Verlage
Hanser Literatur Verlage

Sie lesen Tim Coraghessan Boyle´ Erzählung Windsbraut in dem Sammelband Zähne und Klauen erschienen im Hanser Verlag. T.C. Boyle veröffentlicht neben seinen Romanen regelmässig Bände mit Erzählungen.

Es gibt zur Zeit zwei lieferbare Ausgaben

T.C. Boyle, Zähne und Klauen, Gebundene Ausgabe Hanser Literaturverlage 2008, ISBN 978-3-446-20995-4, €19,90 (D) (Coverabbildung)

T.C. Boyle, Zähne und Klauen, Taschenbuchausgabe dtv Verlag 2010, ISBN 978-3-423-21194-9, €14,90 (D)

 

Lexeme. Assoziationen.
Inspirationen. Entwürfe.
„WINDSBRAUT“

Die Windsbraut in der gleichnamigen Erzählung von Tim Coraghessan Boyle ist die weibliche Hauptfigur. 

Das Motiv der Windsbraut in Mythen, Kunst und Wettererscheinungen

  • Aello (griechisch: Αελλω), Tochter des Meeresgottes Thaumas und der Elektra war eine der Harpyien. Die Harpyien waren geflügelte Schönheiten, von den Göttern entsandte Vollstreckerinnen von Strafen für begangene Verbrechen;
  • In der germanischen Mythologie ist die Windsbraut die Gemahlin des Windgottes Äolos;
  • Max Ernsts Gemälde Windsbraut wurde von seiner Lebensgefährtin Leonora Carrington inspiriert;
  • Oskar Kokoschka verewigte in seinem Gemälde Windsbraut seine unglückliche Liebe zu Alma Mahler-Werfel;
  • Hans-Martin Ruwoldts Skulptur Windsbraut steht an der Hamburger Binnenalster;
  • die Windsbraut ist ein plötzlich eintretender, starker und heulender Wind, auch ein Wirbelsturm.Buecher-Logbuch