„MEINE FREUNDIN DIE KAULQUAPPE“
„Malwine in der Badewanne“.

Steven Kellogg Oetinger Verlag
Oetinger Verlag

Ullis Onkel Mac Allister lebt in Schottland. Wie jedes Jahr schickt er Ulli ein Geburtstagsgeschenk für seine Naturkundesammlung; dieses Jahr ist es eine niedliche Kaulquappe. Ulli tauft sie Malwine; sie hat Riesenappetit auf Käsebrötchen und wächst ununterbrochen. Ullis Kaulquappe wird groß und muss umziehen vom Glas ins Waschbecken und vom Waschbecken in die Badewanne. Die Wohnung wird zu klein und Ullis Eltern möchten die riesige Malwine in den Zoo geben. Ulli will seine Freundin beschützen und handelt…ein Jahr ist fast vorbei und Onkel Mac Allister findet ein besonderes Geschenk für Ulli. Was wird es diesmal sein?

Buecher-Logbuch-Interpretation

Malwine in der Badewanne ist eine Geschichte für Kindergarten- und Vorschulkinder über die tiefe Bindung zwischen Tier und Menschen. Der zielstrebige meinungsstarke Ulli, der sich nicht kleinkriegen lässt und Verantwortung für seine Freundin übernimmt ist die Identifikationsfigur auch für spätere Jahrgänge. Er beschützt Malwine vor neugierigen Zoobesuchern; er schleicht nachts aus dem Haus und versteckt seine ausgewachsene Kaulquappe im wasserreichen Ort; er verdient Geld für Malwines Käsebrötchen und übt mit ihr Apportiertricks; Malwines neu erworbene Fähigkeiten als Schatztaucherin werden ihr den Weg ins neue Zuhause ebnen.

Die Leute sehen nicht, was Malwine kann; die gutmütige und kinderliebe Riesen-Kaulquappe jagt ihnen durch ihre Größe Schrecken ein; sie ist entgegen allen Erwartungen riesig und ist nun mal leider kein Frosch geworden.

Buecher-Logbuch-Fazit

Steven Kellogg erzählt die Legende von Nessie in der Ich war mal eine Kaulquappe-Geschichte von Malwine. Was ihren Fundort angeht, das ist der nicht unbekannte schottische See Loch Ness.©Buecher-Logbuch

Bibliographie

Steven Kellogg, Malwine in der Badewanne, Originaltitel: The case of the mysterious tadpole, ©Steven Kellogg ©deutsche Ausgabe Oetinger Verlag, 1979 Hamburg, übersetzt von Nele und Paul Maar ISBN: 978-3-7891-6182-7, €12,-(D) [/expand]

 


About tale
„The Fisherman and his Soul“
by Oscar Wilde.

Oscar Wilde´s tale „The Fisherman and his Soul“ was first published 1891 in Oscar Wilde´s fairy tale collection „A House of Pomegranates“.

From the contents

The Fisherman sends his soul away for the sake of a beautiful young mermaid. Every year the soul returns to the shore calling the Fisherman and telling him her adventures. Every year the Fisherman listens to the soul´s stories and dives again to his beloved mermaid. The grieving soul travels around the world arriving to a House with a beautiful garden of pomegranate trees.

Read the text at Project Gutenberg eBook of A House of Pomegranates. Be sure to check the copyright laws of your country before downloading. 

 

 

 

„TRENNUNGSSCHMERZ UND TRAUERWUT, HEIMWEH UND LIEBESGLUT“
OSCAR WILDE.
„Der Fischer und seine Seele“

Das Buecher-Logbuch™ empfiehlt  das Märchen Der Fischer und seine Frau von Oscar Wilde erschienen in der Büchergilde Gutenberg Frankfurt am Main, Wien und Zürich mit Illustrationen von Frank Eißner.

Trennungsschmerz und Trauerwut. Heimweh und Liebesglut.

Ein junger Fischer fährt jeden Abend aufs Meer hinaus. Eines Abends liegt eine wunderschöne, schlafende Meerjungfrau in seinen Netzen. Der Fischer will sie berühren; aber sie fürchtet sich vor ihm; bevor er sie gehen lässt, muss sie ihm versprechen, zu erscheinen und den Fischen vorzusingen, wenn er sie ruft. Ab jener Stunde singt sie jeden Abend das betörende Lied des Meeresvolkes, das Fische hochschwimmen lässt, um dem Gesang zu lauschen. Sie gehen bereitwillig in des Fischers Netze; sind die Netze gut gefüllt, schwimmt die kleine Meerjungfrau zurück zu ihrem Volk. Sie lässt sich vom Fischer nicht wieder berühren. 

Die Zeit vergeht, und der junge Fischer verbringt seine Zeit nur am Meer; er ist vom traumhaften Gesang der Meerjungfrau verzaubert und vergisst zu fischen. Er verliebt sich in sie und bittet sie, sich mit ihm zu vermählen. Aber das ist unmöglich, so lange er eine Seele hat. Er kann mit der kleinen Meerjungfrau das Glück der Meerestiefen erleben, erst wenn er seine Seele fortgeschickt hat. Der junge Fischer ist ratlos und bittet den Priester um Hilfe; entsetzt über das gottlose Vorhaben bittet er den Fischer, seine kostbare Seele nicht fortzuwünschen und sich vom seelenlosen, unbedarften Meeresvolk endgültig zu distanzieren.

Der junge Fischer will seine Seele auf dem Markt verkaufen, aber die Kaufleute lachen ihn aus; er besucht eine junge Hexe, die den Ruf hat, mächtige Zauber zu beherrschen; nur seine Drohung, sie zu töten, lässt sie die Zauberformel der Scheidung von der eigenen Seele preisgeben. 

Seine Seele fleht ihn an, sie nicht wegzuschicken. Er soll ihr zumindest sein Herz als Begleitung in der Fremde mitgeben. Der Fischer überhört ihre Bitten, trennt sich von ihr und taucht in den Armen der kleinen Meerjungfrau in die Meerestiefen.

Ein Jahr später kommt die Seele ans Meeresufer und ruft den Fischer zu sich. Sie erzählt von ihren Abenteuern in östlichen Ländern und verspricht ihm Weisheit; im zweiten Jahr schildert sie ihm ihre Erlebnisse in südlichen Ländern und verspricht ihm Reichtum. Der Fischer schickt sie jedes Mal weg; er will die Liebe seines Lebens nicht verlassen. Im dritten Jahr erzählt die Seele von einer schönen Tänzerin, in einer nah gelegenen Stadt, und erweckt des Fischers Sehnsucht nach der Frau, deren Füsse, den Boden berühren; er verlässt das Meer, vereinigt sich mit seiner Seele, und sie machen sich auf den Weg, die Frau zu suchen.

Unterwegs befiehlt ihm seine Seele zu stehlen, zu schlagen und zu töten; der Fischer gehorcht; später bereut er seine Taten und verflucht seine Seele; er versucht erneut, sich von seiner Seele zu trennen und den Weg zurück ins Meer zu seiner geliebten kleinen Meerjungfrau zu finden…

Buecher-Logbuch-Interpretation

Ein Mensch verliebt sich in ein unwirklich schönes, ätherisches Meeresgeschöpf, in das weibliche Andere. Seine Sehnsucht wächst, ein Leben mit ihr ist nur in den Meerestiefen bei ihresgleichen und ohne seine Seele möglich; er erfüllt die grausame Bedingung zielstrebig, ohne zu zögern.

Sein Begehr ist, seiner Liebsten zu folgen; mit ihr in aller Ewigkeit das überirdisch reizvolle, willkommenes Vergessen schenkende, atemberaubend hypnotisierende Unterwasserkönigreich zu bewohnen.

In der Figur der kleinen Meerjungfrau sind elfenhaft schöne Symphonien von Gold und Silber, Elfenbein und Perlen, Muscheln und Korallenrot, „rötlichvioletten Augen auf kühler Haut vereint;

ihr einlullender Gesang lässt Fische willige Opfer und den jungen Fischer ihren ergebenen Verehrer werden. die kleine Meerjungfrau ist eine zeitlose Verzückung versprechende Augenweide;

Gut und Böse scheint sie und ihr Volk nicht zu kennen; und sie lebt für den Augenblick.

Die Entscheidung für die „Scheidung-von-seinem-Seelenschatten“ fällt dem Fischer leicht;

seine Augen können seine Seele nicht erblicken;

sein Herz kann seine Seele nicht fühlen;

seine Seele ist eine Unbekannte;

er braucht seine Seele nicht; 

er kann das für ihn höchste Ziel erreichen, die Liebe der kleinen Meerjungfrau erobern, für immer sorgenlos in hypnotisch betörenden Unterwasserlandschaften leben.

Des Fischers folgenschwere Entscheidung lässt einen todtraurigen Seelen-Schatten zurück, der einsam und ohne Beistand die Welt erleben muß;

abgewiesen zu werden, ungeliebt zu sein, nicht gebraucht zu werden, schmerzt zu Beginn; später übertünchen die Erfahrungen in märchenhaften Orten die Trauer.

Die Seele lernt Glück gegen Wissen, Reichtum, Gewalt, Lüge und List einzutauschen; das Sich-Erleben ihrer Unverwundbarkeit verleiht ihr Selbstbewusstsein und Allmacht zugleich.

Die Seele schreckt vor nichts mehr zurück.

ihre ungebrochene Sehnsucht nach der Wiedervereinigung mit dem Körper, der sie nicht mehr braucht, nach der verlorenen Heimat, dem Fischer und seinem Herz, stiftet sie zu heldenhaftem Auftreten und herzlosen Untaten.

Die Seele sieht und tut Grausames; sie wird grausam; sie stiftet zur Grausamkeit und will nur zurück;

ihr Heimweh nach der unerfüllten Liebe bestimmt ihr Tun; Gewissen hat sie nicht, denn sie besitzt kein Herz.

Der Fischer erkennt seinen Irrtum fast zu spät; seine Seele weiß es von Anfang an; das Tribut ihrer Trennung ist hoch; albtraumhaft schöne Bilder zeichnen ihren Pfad;

ewigwährende Trennungsschmerzen, selbstsüchtige Zerrissenheit und selbstverherrlichende Liebesabhängigkeit hält sie gefangen;

ihre Liebe ist gleich Selbstaufgabe, der unerschrockene Wille nach Vereinigung, Verkennung der Realität, Todessehnsucht und unabwendbares Schicksal.

Die Liebe malt den vorgezeichneten Pfad zum unabwendbaren, letztendlich ein wenig tröstlichen Schluss.

Die Liebe ist der Schlüssel zur Erzählung des in Traumwelten tauchenden, symbolreichen und vielseitig auslegbaren Märchens von Oscar Wilde. Der Fischer und seine Seele ist eins seiner Märchen, die zusammen mit Das Gespenst von Canterville ihre zeitlose Botschaft in dem aesthetisch illustrierten und kostbaren Band entfalten.©Buecher-Logbuch

Notiz

Worte in Kursivschrift sind Begriffe aus dem Originaltext, oder sie werden im übertragenen Sinne verwendet.

Bibliographie

Oscar Wilde, Der Fischer und seine Seele, in Oscar Wilde, Das Gespenst und die Märchen, Seiten 111-142. Mit Illustrationen von Frank Eißner. Aus dem Englischen von Irma Wehrli. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main, Wien und Zürich 2012, ISBN 978-3-7632-6546-6. 

 

 

Διεθνης μοναδικος αριθμος βιβλιου – ΙSBN

Ο αριθμος ΙSBN ειναι ο Διεθνης μοναδικος αριθμος βιβλιου (International Standard Book Number). Διαβαζετε πληροφοριες για τα εργα που χρειαζονται ΙSBN και την διαδικασια χορηγησης στην ιστοσελιδα της Εθνικης Βιβλιοθηκης της Ελλαδας οπου στεγαζεται το Εθνικο Γραφειο ΙSBN.