DAS FOSSILIEN-SCHWEIGEN ODER EIN ARCHÄOPTERYX FÜR MEINE VITRINE…
„DAS FOSSIL“

Droemer Knaur
Droemer Knaur

Ein Archäopteryx, der einmal ausgegraben, unmittelbar nach dem Fund der sensationslüsternen Medienöffentlichkeit nicht lange verschwiegen, denn man könnte mit diesem Fund Geld verdienen, kommentiert heimlich, still und leise aus der distanziert versteinerten Sicht des Maskottchens, der aufsehenerregenden Trophäe, des profitmachenden „Steinzeit-Eyecatchers“ die Nöte und Tugenden einer Familie unermüdlich und eine ganze Weile; hätte ihm sein fossiler Zustand motorische Fähigkeiten und die Kompetenz, sich verbal zu äussern, geschenkt, würde der ungewöhnliche Überleber mit uralter Weisheit zum ersten sein Haupt schütteln über die Medienbesessenenheit seiner Menschen, die als die einzig wahre Archäopteryx-Familie auf der literarischen Katzenpromenade ihre Runden zu drehen weiß zur Erquickung sinnentleerter Sitcom-Mengen, zum zweiten seinen höchst aufschlußreichen Monolog über Menschen mit Profitneurose zur Befriedigung wahrhaftig interessierter Buchleser verschriftlichen.

Den amüsanten alternativzoologischen Roman aus der ungewöhnlichen Erzählsicht eines ausgestorbenen Urreptils und seiner zufälligen Abenteuer mit modernen Kunsträubern auf mehr oder minder abgewandelten „elginitischen Schleichwegen“ in einem Land unserer Zeit, der auch in Wallis oder Saragossa, Berlin oder Jura, der Eifel oder Lyon, Milos, Nikosia oder Edinburgh, London, Dublin oder Mexiko Stadt, Pompeij oder Macchu Picchu, Münster oder Oslo, Köln oder Tallinn, Rom oder Trabzon, Jerewan oder Bhaktapur, Saigon oder Ayutthaya, Bang Khen oder Nalanda, Lalibela oder Ephesos, Murcia oder Zeiden, Orlando oder Phoenix, Saskatchewan oder Nagano, Salem oder Bautzen, Tel Aviv oder Warschau, Syrakus oder Althing, Tonga oder Hawaii, Biblioteca Nazionale Marciana oder Villa Allatini, Itimad-ud-Daula-Mausoleum oder Rotonda, Xi’an oder Karnak, Podil oder Warragul, Malé oder Antsirabe, Qaanaaq oder Tübingen, Pella oder Pella, Kirkenes oder Lida, Sfakia, Mani oder Sidon, Incheon oder Monterey – wo bekanntlich Fossilienpopulationen entdeckt wurden – sich hätte ereignen können, lesen Hobbyarchäologen, Zoologen, Geologen und angehende Kunsthistoriker ab 13.#Buecher-Logbuch

Biblio

Monika Bittl, Das Fossil, Verlag Droemer Knaur 2015, 336 Seiten
ISBN: 978-3-426-19976-3, 19,99.

Lesen Sie auch:

  • Esther Benbassa/Aron Rodrigue, Die Geschichte der sephardischen Juden, Von Toledo bis Saloniki, Dr. Dieter Winkler Verlag,

  • Timothy Brook, Wie China nach Europa kam, Die unerhörte Karte des Mr. Selden, Wagenbach,

  • Doris Dörrie, Diebe und Vampire, Diogenes,

  • Kristin Foltan, Der Kunstraub von Rotterdam, Tolles Heft, edition Büchergilde,

  • Cornelia Funke, Der Herr der Diebe, Dressler,

  • Sabine Schulze Gronover, Die Flucht der blauen Pferde, emons Verlag,

  • Johannes Groschupf, Das Lächeln des Panthers, Oetinger,

  • Juan S. Guse, Lärm und Wälder, S. Fischer,

  • Mohsin Hamid, So wirst du stinkreich im boomenden Asien, Büchergilde,

  • Grady Hendrix, Horrorstör, Droemer Knaur,

  • Miguel Àngel Hernández, Fluchtversuch, Wagenbach,

  • Homers Ilias nacherzählt von Walter Jens, Ravensburger,

  • Rudyard Kipling, Von Bord, edition Büchergilde,

  • Radek Knapp, Der Gipfeldieb, Piper,

  • Maayken Koolen/Nickie Theunissen, Mona Lisa ist weg! (ab 4 Jahre), mixtvision,

  • Helmut Krausser, Die kleinen Gärten des Maestro Puccini, btb,

  • Donna Leon, Mord zwischen den Zeilen, Diogenes,

  • Tanja Salem Levy, Popcorn unterm Zuckerhut,

  • Zülfü Livanelli, Schwarze Liebe Schwarzes Meer, Klett-Cotta,

  • André Maurois, Don Juan oder das Leben Lord Byrons, Piper,

  • N.K. Moutsopoulos, Thessaloniki 1900-1917, M. Molho Publications,

  • Emmanuel Moynot, Suite Française Sturm im Juni nach dem Roman von Irene Nemirovsky, Jacoby und Stuart,

  • Gisa Pauly, Strandläufer, Piper,

  • Elisabeth Peters, Tod auf dem Tempelberg, Ullstein,

  • Christoph Peters, Der Arm des Kraken, Luchterhand,

  • Berit Paton Reid, Im Schatten der Lombardis, Bastei Lübbe,

  • Eva Plaputta, Finn Flosse räumt das Meer auf, Kunstanstifter,

  • Eva Rottmann, Goldkind, mixtvision,

  • Hubert Schirneck/Sabine Wiemers, Das geheimste Geheimnis der Welt, Tulipan Verlag (ab 3 Jahre),

  • Andreas Schlüter, City Crime Puppentanz in Prag, Tulipan Verlag (ab 11 Jahre),

  • Wolfgang Schorlau, Am zwölften Tag, Verlag Kiepenheuer und Witsch,

  • Avtar Singh, Nekropolis, Unionsverlag,

  • Christian Sova/Thomas Riegler, Der große Buchstabenraub, Kunstanstifter Verlag,

  • Rosemary Sutcliff, Schwarze Schiffe vor Troja Die Geschichte der Ilias, Urachhaus,

  • Irina Teodorescu, Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen, Wagenbach,

  • Fred Vargas, Das barmherzige Fallbeil, Limes,

  • Regula Venske, Der geklaute Heilige (ab 11 Jahre), Kerle,

  • Feridun Zaimoglu, Siebentürmeviertel, Kiepenheuer & Witsch.

Heidi Jovanovic, Fettnäpfchenführer Griechenland, Conbook Verlag
Conbook Verlag

ÜBER KUNST UND KOMMERZ

BUECHER-LOGBUCH-FAZIT

Wer sich auf unlautere Weise
bereichert, ob Fossilien und alte Amphorenfragmente an Strand und Küste aufgesammelt und weiter verkauft im Zweifel über Herkunft und Alter, den Behörden verschwiegen oder diese sowie andere Kostbarkeiten gekauft ohne zu hinterfragen, im Tresor versteckt oder zu Hause ausgestellt, muss mit Konsequenzen rechnen. Ob ein Land und seine Leute, egal wie jung sein Alter ist, nach jahrhundertlanger Knechtschaft, welche die breite Bildung im Volk verweigerte beziehungsweise streng reglementierte und die Erstgeborenen entführte und aus denen konvertierte Krieger und Leibgardisten ausbildete, ob dieses Griechenland im Namen seines Volkes und im Namen aller anderen Länder, die sich über ihre Kunstoriginale freuen dürfen, die arhäologischen Funde schätzen kann und wird, war und ist alleinig deren Sache!

Möchte-Gerne-Nachlaßverwalter, Kultur-ist-Profit-Erben, Verjährungsfrist-Museumswächter, konkursgegangene Kunstsammler und der Korruption nicht abgeneigte Lobbyisten wie Öffentlichkeitspfleger haben in Sachen Kunst aus Antike und Gegenwart auch im Sinne der unanfechtbaren Rechte der Urheber nichts zu verlieren! BUECHER-LOGBUCH

SCHAU MICH NICHT SO AN:
ERINNERUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT
„DER FLUCH DES SCHNAUZBÄRTIGEN BANDITEN“

Wagenbach Verlag
Wagenbach Verlag

Im Roman von Irina Teodorescu heisst die weit verzweigte Familie, von deren Schicksale und Herkunft erzählt wird, Marinescu. Der Name hat fast den Status von Meier, Müller, Schulze, Smith oder Brown, siehe auch Marinescu bei Wikipedia.

Alexander Iwanowitsch Marinesko hieß der kommandierende Kapitän des russischen U-Boots S-13, der im Winter 1943 die Wilhelm Gustloff und die Steuben versank.

Dabei kamen insgesamt über 12.000 Menschen ums Leben, die meisten davon Flüchtlinge. Für die Versenkung dieser deutschen Schiffe wollte er als Held der Sowjetunion anerkannt werden. Da er aber sonst durch mangelnde Disziplin aufgefallen war, wurde ihm dies verwehrt.

Stattdessen wurde er nach dem Krieg unehrenhaft aus der Marine entlassen. Später verbrachte er wegen Diebstahls zwei Jahre im Straflager. 1963 starb er in Leningrad. 1990 jedoch, 27 Jahre nach seinem Tod, wurde Marinesko rehabilitiert und von Michail Gorbatschow posthum zum Helden der Sowjetunion ernannt.

Der schnauzbärtige Bandit ist niemand anders als Adolf Hitler, dessen Schatten und menschenverachtendes Gedankengut über Europa und die anderen Kontinente immer noch weilt.

Im Hamburger Elbe-Kino (19. & 20. Mai 2016):

Er ist wieder da

nach dem Roman von Timur Vermes.

Timur Vermes Er ist wieder daBESTELLEN.

Margot hieß die Schwester von Anne Frank, die ebenfalls im Konzentrationslager Bergen-Belsen wahrscheinlich an Fleckfieber oder Typhus starb.

Und wer sich mit toten Tieren schmückt, sollte sich vor Tierschützern in Acht nehmen.

Lesen Sie hierzu den Beitrag von Feridun Zaimoglu in der FAZ „Schmuck“ und nicht vergessen

Schalom lesen.

Auch empfehlenswert: 

Robert Seethaler, Ein ganzes Leben,

Wolfgang Schorlau, Am zwölften Tag und

Gary Victor, Schweinezeiten.

Wer sich auf unlauterer Weise sich so geniert, eine Hommage an eine große Sängerin und an ein solches Lied zu schreiben, muss mit Konsequenzen rechnen; ein coverbezogener Buchtitel für einen covervielfachversierten Chanson, von dessen Erfolg der Spatz von Paris am wenigsten profitierte. La vie en rose, Erfolgstitel der unvergesslichen Edith Piaf, mindestens 30 Mal gecovert – nicht immer originalgetreu – , und ein Ohrwurm geworden, zu Lebzeiten und posthum. Es war nicht einfach für talentierte Frauen sich aus dem Schatten erfolgsverwöhnter Männer zu lösen, es war nicht einfach, sich eine berufliche Existenz aufzubauen ohne auf das Privatleben dezimiert zu werden, ein Trend aus alten Adelszeiten, in denen es um Personenkult ging – auch in der Kunst, mit der Adelsgeschlechter und später in eine adelsähnliche Position Aufgestiegene sich gerne umgaben; dieser Trend setzte sich im zwanzigsten Jahrhundert fort, beansprucht immer wieder und immer noch seine zahlreichen schaulustigen Liebhaberinnen (leider), Liebhaber, Stellvertreterinnen und Stellvertreter für sich und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein…

Eine andere Perspektive ist die der Marienerscheinungen – Maria ist in katholischen Kirchenkreisen als Lady of the Roses bekannt – lesen Sie unter anderem den Beitrag über die Hausfrau Veronica Lueken; es gehört sich nicht, heute an solchen Humbug zu glauben, das ist Aberglaube und Verblendung, die leider auch im Internet ohne Punkt und Komma ihren Einzug erhalten hat; stellen Sie sich vor, das Internet ist mehr als 40 Jahre alt, in den USA wird seit mindestens zwei Jahrzehnten gebloggt über Gott und die Welt; ich persönlich habe in den neunziger Jahren sogar Leute in einem Flugzeug getroffen, sie haben eine große Jesus-Ikone bei sich gehabt auf dem Weg nach Indianapolis.

Über den Roman „Die Flucht des schnauzbärtigen Banditen“:

Wer sich auf unlautere Weise
bereichert, muss mit Konsequenzen
rechnen

Hätte der Urahn der Marinescus dieser Konsequenzen bedacht und deswegen Empathie für die Schicksale nachfolgender Generationen verspürt, läge seit dieser Untat nicht auf der ganzen Sippe der Fluch des schnauzbärtigen Banditen, den die Feder von Irina Teodorescu, zwischen Bukarest, Jerusalem und der französischen Prärie in unbarmherzigem „Schreibgalopp“ zeichnen lässt.

Frühes 20. Jahrhundert: Irgendwo in Osteuropa sitzt Gheorghe Marinescu beim Barbier, als der selbsterklärte Robin Hood der Gegend den Laden bestürmt und die beste Klinge des Friseurs verlangt (Szene ist mir nicht unbekannt, momentan lässt mich mein Gedächtnis in Stich…). Gheorghe Marinescu überschlägt geschwind die Reichtümer des Räubers und bietet ihm zwei echte Revolver statt des Barbiermessers an. Sein perfider Plan funktioniert, jedenfalls vorläufig. Der schnauzbärtige Bandit kommt wie geplant elendiglich ums Leben, verflucht aber Gheorghe Marinescu samt all seiner Nachfahren bis ins Jahr 2000. Der böse Fluch lastet schwer auf Marinescus Sippe; nicht die Wallfahrt nach Jerusalem, keine Gebete noch Tricks helfen um den Fluch loszuwerden; letzterer trifft den Erstgeborenen jeder Nachfolgegeneration, und die Frauen mit Namen Maria, Ana oder Margot versuchen vergeblich, Männer und Söhne zu retten.

„Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen“ ist eine moderne osteuropäische Saga der heiteren Melancholie und der subtil aber schwungvoll heraufbeschwörten Zwischentöne wie auch eine Parabel mancher Emigranten, die ihre schwarze Segeln hissen als Bekenntnis zum Herkunftsland und nachdenklich amüsiert taxierend distanziert manche Entwicklungen in der Wahlheimat betrachten.buecher-logbuchde

Das Buchprojekt „Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen“ wurde gefördert von dem französischen Innenministerium.

Bibliographie

Irina Teodorescu, Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen, Originaltitel: La malédiction du bandit moustachu, Aus dem Französischen von Birgit Leib, 144 Seiten, ©2015 für die deutsche Ausgabe Wagenbach, ISBN: 978-3-8031-3273-4, 15,90 € / eBook 13,99 €

Orte:

  • Bukarest,

  • Jerusalem,

  • Paris

  • der Balkan und

  • überall wo es griesgrämig zugeht, welches Geschlecht mag wohl am meisten dazu beigetragen haben…

Lesen Sie auch:

  • Simone Buchholz, Blaue Nacht,

    Ursula Ackrill, Zeiden im Januar,

  • Louis de Bérnieres, Corellis MandolineBESTELLEN,

  • Monika Bittl, Das Fossil,

  • T.C. Boyle, Talk Talkbestellen,

  • Max Bronski, Mad Dog Boogie,

  • Arthur Conan Doyle, Der Hund von Baskervillebestellen,

  • Oriana Fallaci, Ein Mannbestellen (Eine der herzzerreissendsten Liebeserklärungen an den geliebten Dichter und liberalen Politiker Alexandros Panagoulis, der in den siebziger Jahren unter ungeklärten Umständen bei einem Autounfall starb und die Geschichte einer Liebe, die keinen Raum für einen Abschied ließ),

  • Elisabeth George, For the Sake of Helenabestellen,

  • Tatjana Gofman, Sewastopologiabestellen, Frauen-Power aus der zersplitterten Ukraine, heitere Wehmut und nach einigen lehrreichen Zwischenstationen die unendliche Sinnsuche in der neuen Heimat Zürich,

  • Nikolaj Gogol, Die Nase,

  • Joanne Greenberg (Hanna Green), Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochenBestellen,

  • Grady Hendrix, Horrorstör,

  • Patricia Highsmith, Die zwei Gesichter des Januars, und wieder gerät eine Frau in einem Spiel um Macht, Eifersucht und geheime Sehnsüchte und zieht den Kürzeren, ja, es geht um die fünfziger sechziger Jahre, aber meinen Sie, das kann heute nicht wieder genauso passieren,

  • Felicitas Hoppe, Picknick der Friseure,

  • Michel Houellebecq, Unterwerfung,

  • Lene Kaaberbøl, Wildhexe Chimäras Rache,

  • Nikos Kazantzakis, Griechische PassionBestellen, minutiös festgehaltene Aufzeichnung am Beispiel einer kleinen Gemeinschaft, wie manipulierbar und blind Menschen gefangen in persönlichen „Trauerkäfigen“ sein können,

  • Nikos Kazantzakis, Die ReiseberichteBestellen, Kazantzakis war in vielen Ländern der Welt und seine Reiseberichte sahen das Leben dort mit seinem ihm eigenen kritischen Blick des aussenstehenden interessierten Reisenden; eins seiner Reiseziele war auch China gewesen,

  • Harald Martenstein, Schwarzes Gold aus WarnemündeBestellen, kluges dystopisches Abenteuer mit Blick auf den Ostsee-Raum, der seinen Humor und ein klein wenig was-wäre-wenn-Sehnsucht im Gepäck hat,

  • Mark Mazower, Salonica City of Ghosts, der Historiker Mazower beschreibt die Stadt Thessaloniki aus der Sicht ihrer 500jährigen Vergangenheit, die sie und die Region im Norden von dem Süden des Landes unterscheidet, auch aber nicht nur weil sie eine multikulturelle jüdisch geprägte Vergangenheit erlebte und erst ab 1913 Teil des griechischen Staates wurde,

  • Klaus Modick, Der kretische GastBestellen, die bewegte Geschichte der Insel Kreta am Beispiel einer Liebe zwischen einer Frau und einem Archäologen, der im Auftrag der deutschen Regierung zwischen die Fronten – Guerrillas, Wehrmacht – gerät,

  • Malla Nunn, Tal des Schweigens,

  • Christoph Peters, Der Arm des Kraken,

  • Berit Paton Reid, Im Schatten der LombardisBestellen, ich frage mich, wer hier eigentlich gemeint ist, oder geht es um Machtstrukturen,

  • Mario Puzo, Der Pate,

  • Giannis Ritsos, PoesieBestellen,

  • Antonis Samarakis, Der FehlerBestellen,

  • Leon Sciaky, Farewell to Salonica City at the Crossroads,

  • Friedrich Schiller, Die Kraniche des IbykusBestellen,

  • Friedrich Schiller, Die RäuberBestellen,

  • Andreas Schlüter, City Crime Blutspur in BerlinBestellen (Kinder- und Jugendbuch ab 11),

  • Javier Sebastián, Thallium,

  • Giorgos Seferis, PoesieBestellen,

  • George Simenon, Pietr der Lette,

  • Jonathan Swift, Gullivers Reisen,

  • Kostas Tachtzis, Dreimal unter der HaubeBestellen,

  • Colm Toibín, Marias Testament,

  • Anton Tschechow, Der Tod des Beamten,

  • Mit Proust durch Paris und last but not least

  • Vasilis Vasilikos, Z bestellen Tatsachenroman (1966); Z handelt von dem Mord an dem linken pazifistischen Oppositionspolitiker Grigoris Lambrakis in Saloniki (Griechenland) am 22. Mai 1963 und dem folgenden Prozess unter dem Vorsitz des Richters Christos Sartzetakis, der Verstrickungen von Polizei, Militär, Justiz, Regierungsverantwortlichen und rechtsextremen Kreisen nachweisen konnte; der Prozess hat sich bis 1966 hingezogen. Griechenland erholte sich nur oberflächlich von dem verheerenden Bürgerkrieg, dessen Anfänge vor den Zeiten der deutschen Besatzung zurückgehen und mit einer Gesamtamnestie Ende der fünfziger Jahre offiziell als beendet erklärt wurde, als die letzten Gefangenen aus Makronisos und anderen Verbannungsinseln in der Ägäis entlassen wurden. Während des Bürgerkrieges entzweiten sich Familien, sie brachten sich gegenseitig um oder ließen sich gegenseitig umbringen, die Kollaboration, die schon vor den Besatzungszeiten begann, setzte sich fort, jetzt kämpften Bruder gegen Bruder, Schwester gegen Schwester, Schwester gegen Bruder, Vater gegen Kind. Vor und nach dem Mord an Grigoris Lambrakis gab es zahlreiche ungeklärte Verbrechen gegen ausländische Journalisten (40er-50er Jahre), Vergewaltigungen und Serienmorde, zum Beispiel im Wald von Sheikh-Sou (in die Annale eingegangen als die Morde des „Drachen von Sheikh-Sou“, 50er Jahre, angeklagt: Aristeidis Pangratidis, hingerichtet 1968, Justizirrtum wird gemutmaßt) und der Mord an einer jungen britischen Journalistin (Name leider vergessen) in den sechziger Jahren. Die Kulisse der Gewalt war oft Thessaloniki aber auch die Hauptstadt Athen. Die Stimmung in Stadt und Land kippte aufgrund der sich wiederholenden Gewalt, das Land versank allmählich im Nebel der Korruption, des Misstrauens, des Verfolgungswahns und des Aberglaubens, indem vornehmlich persönliche Interessen und alte unbeglichene Rechnungen sogar in mittelalterlich anmutende Verfluchungen und Schlammschlachten versandeten (Kindheitserinnerung an eine Atmosphäre, die später meisterhaft in den surrealistischen Filmen von Theo Angelopoulos umgesetzt wurde). Es war ein leichtes Spiel für die Militärs, 1967 die Macht zu übernehmen, die geschwächte Regierung samt königlicher Familie abzusetzen, die Pressefreiheit zu knebeln, Oppositionelle zu foltern, die Musik von Mikis Theodorakis und „anstößige“ Literatur zu verbieten, denn das Volk war zerstritten, die Menschen waren mit sich selbst, ihren Querellen, den gegenseitigen Zersplitterungsversuchen, dem Alltag mit Lohnarbeit beschäftigt oder mit Feiern und „Geld aus dem Fenster schmeissen“ abgelenkt. Vasilis Vasilikos Tatsachenroman Z ist die Buchvorlage zu Costa-Gavras sehenswertem Dokumentarfilm „Z-Anatomie eines politischen Mordes“ mit unter anderem Yves Montand, Jean-Louis Trintignant und Irene Papas. Die Botschaften von „Z-Anatomie eines politischen Mordes“ bleiben unvergesslich: einerseits Sensibilisierung gegen asymmetrisch geführte Provokationen wie der Lambrakis Mord und die anderen Verbrechen im Nachkriegs-Griechenland, die ohne Anstiftung eingeschlafen wären, jeder Grundlage entbehrten und in ihrem Rausch sich der Vernunft widersetzten, andererseits dass Freiheit, Frieden und der Wille zur Aufklärung überlebt trotz Opfer.buecher-logbuchde

Diesen Beitrag verfasste ©Kyriaki Marati, Web: buecher-logbuch.de

BUECHER-LOGBUCH.DE
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IM UNIVERSUM DER GUTEN GEISTER…
BUCHEMPFEHLUNGEN.

„Gute Geister“ ist der in deutscher Sprache übersetzte Titel des Romans von Kathryn Stockett „The Help“. Der Roman erzählt die Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Frauen, die sich in den sechziger Jahren auf einen gemeinsamen Aufbruch entschließen.

Jackson, Mississippi 1962: Skeeter ist frustriert. Auf der elterlichen Baumwollfarm die Tage zu verbringen trotz Studium und als einzige ihrer Freundinnen keinen Ehering zu tragen empfindet sie als Zumutung; sie und ihre Mutter auch. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und in New York als Journalistin leben und Erfolg haben. Sie sieht zwei unerwartete Verbündete um diesem Ziel näher zu kommen: zwei „andersfarbige“ Dienstmädchen, die ebenso wie sie unzufrieden sind: Aibileen ist Dienstmädchen und Nanny in einem, erzieht die Kinder der Familie, darf aber auf keinem Fall das Tafelsilber anfassen. Minny sucht eine neue Stelle als Köchin. Ihre Kochkünste werden im ganzen Ort bewundert, ihre scharfe Zunge überall gefürchtet. Mitten in dem Prototyp einer damaligen Kleinstadt am Fluss, Jackson, gefangen zwischen ewiggestrigem der Gewalt nicht abgeneigtem Lamentieren und dem Willen zum Aufbruch in eine Grossstadtwelt ohne erstickende Konventionen, scheint der Allianz des ungewöhnlichen Trios nichts mehr im Wege zu stehen;

Wie würde sich anfühlen, eine „andersfarbige“ Frau zu sein in Mississippi und für eine „weiße“ Familie zu arbeiten? Diese Frage hätte die Autorin gerne der Haushälterin ihrer Familie gestellt. Wie würde es sich anfühlen eine „weiße“ Frau oder eine Frau aus der „Oberschicht“ mit vorgezeichnetem Lebensweg zu sein, die lieber ein anderes Leben führen würde? Der Schauplatz ist eine Grossstadt des amerikanischen Südens, die Erzählperspektive leiht sich die Stimme einer schwarzen Frau in den sechsziger Jahren, der Anspruch, mit den üblichen Klischees aufzuräumen, zeichnet das differenzierte Porträt dreier Frauen mit Visionen und Ambitionen in einer Epoche des Übergangs; „Gute Geister“ ist die geflüsterte Geschichte über Träume, Annäherungen, Kompromisse und Aufbrüche in einer durch Konventionen geprägte Gesellschaft.#buecher-logbuchde

Kathryn Stockett wuchs in Jackson, Mississippi auf. Nach dem Studium der Englischen Literatur arbeitete sie in New York für Zeitschriftenverlage. Ihr erster Roman „Gute Geister“ wurde in über 40 Sprachen übersetzt. Die Verfilmung „The Help“ war für 4 Academy Awards nominiert. Octavia Spencer, die Interpretin der Minny, gewann den Academy Award für den Part der besten Nebendarstellerin.

Bibliographie

btb
Gute Geister von Kathryn Stockett

Kathryn Stockett, Gute Geister, Originaltitel: The Help, Deutsch von Cornelia Holfelder-von der Tann, ©by Kathryn Stockett ©der deutschsprachigen Ausgabe by btb 2012, 608 Seiten, ISBN: 978-3-442-74508-1, €9,99 (D) €10,30 (A) CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Orte:

  • Jackson, Mississippi,
  • New York (als Traum beziehungsweise entferntes Echo eines Traums und für eine der Protagonistinnen der Weg zu ihrem Ziel).

Reiseberichtklassiker:

  • John Steinbeck, Die Reise mit Charley, dtv.

In dem Milieu der „guten Geister“ eines Haushaltes, eines Anwesens, eines Bungalows, einer Farm, einer Institution, einer Einrichtung oder eines Unternehmens fokussieren sich unter anderem folgende Romane:

  • „Dinner for One“ (England),
  • Saphia Azzedine, Mein Vater ist Putzfrau, Wagenbach Verlag (Paris Banlieue),
  • Marysé Condé, Victoire, Ein Frauenleben im kolonialen Guadeloupe, litradukt Literatureditionen (Guadeloupe/ die Insel Marie Galante),
  • William Faulkner, A Rose for Emily American Short Stories/Eine Rose für Emily Amerikanische Kurzgeschichten, dtv (Ort: Jefferson),
  • Franzobel, Die Frau Karl, Hanser Box (Wien),
  • Hergé, Das Geheimnis der Einhorn (Tim und Struppi), erster Auftritt des Dieners Nestor,
  • Kazuo Ishiguro, Was vom Tage übrigblieb (Devon/England, Cornwall/England),
  • Martin Mosebach, Das Blutbuchenfest, Hanser Verlag (Frankfurt am Main).

DER AUFSTAND DER GREIFE…
„GRYPHONY
DER BUND DER DRACHEN“

Ravensburger Buchverlag
Ravensburger Buchverlag

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Stone Inn auf der Insel Arran: Ein geheimnisvoller Fremder quartiert sich im Hotel von Melodys Großmutter ein, seine Identität: Incognito. Er ist ein Agent des Drachenordens, der Böses im Sinn hat. Der Bund hat es auf Melodys treuen Greifen Agravain und ihren Freund Roddy abgesehen, sie wollen Melody wehtun, indem sie ihr ihre Liebsten wegnehmen: Agravain wird angekettet und kommt in ein dunkles Verlies, Roddy wird entführt. Alle Hoffnung scheint verloren, doch Melody bekommt Hilfe aus einer unerwarteten Seite.

Die GryphonyBücher nehmen Kinder ab 11 auf die Reise durch die Welt der Fantasie, wo Fliegen auf dem Rücken von Greifen eine unendliche Geschichte weitererzählt.#buecher-logbuch.de

Gryphony Der Bund der Drachen ist das fantasievolle Abenteuer vor sagenhafter Kulisse inspiriert von der Realität, wie der alte baufällige Leuchtturm, der nicht mehr in Betrieb ist, idealer Schlupfwinkel für Verbrecher irgendwo an einem großen Wasser oder die B&B Stone Inns in Schottland, Cornwall, Wales, Irland, England, Belgien, Niederlande, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Nordsee, Atlantik, Ostsee, Mittelmeer oder ihre steinerne „Turmgeschwister“ ein wenig landeinwärts Richtung Walachei oder an den Niagara Fällen…

ORTE

  • Die Insel Arran südwestlich des Firth of Clyde mit den Orten:
  • Lochranza/Arran Nord,
  • Goat Fell/Arran Mitte,
  • Brodick/Arran Ost,
  • Stone Inn/Arran Ost,
  • Lamlash/Arran Ost,
  • Kilmory/Arran Süd,
  • Blackwaterfoot/Arran West.

Bibliographie

Michael Peinkofer, Gryphony Der Bund der Drachen (Buch 2), Ravensburger Buchverlag, 978-3-473-36917-1 €14,99 (D) €15,50 (A) mit Link zum Antolinportal www.ravensburger.de Altersempfehlung des Verlags ab 11 Jahre Buecher-Logbuch-Altersempfehlung 8-10 Jahre Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

Buchempfehlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

  • Michael Ende, Die unendliche Geschichte: Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

    Thienemann Esslinger
    Thienemann Esslinger

    TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt in Phantásien. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach langem, mühevollem Suchen …
    Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Es handelt von Phantásien, dem Reich der Phantasie. Die Kindliche Kaiserin, Herrscherin dieses Reichs, ist schwer erkrankt. Sie droht zu sterben und mit ihr wird Phantásien untergehen. Erst ist Bastian nur der Leser der Geschichte, nach und nach merkt er, dass er ein Teil von ihr wird. Er soll derjenige sein, der Phantásien rettet!
    Zusammen mit dem Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur macht sich Bastian auf eine aufregende Reise durch Phantásien, in der bald jede Minute zählt. Michael Ende, Die unendliche Geschichte, Verlag Thienemann Esslinger, Ab 13 Jahre, 480 Seiten, ISBN:
 978-3-522-17684-2, Preis:
19,99. Die Verfilmung der unendlichen Geschichte ist ein Schatten der Erzählkraft des Buches und wird von mir nicht empfohlen!.

Buchempfehlungen für die Erwachsenen:

  • Karen Duve, Macht, Galiani Verlag 2016: Frauen haben die Regierung an sich gerissen, Pillen mit hohem Krebsrisiko geben ewige Jugend, religiöse Endzeitsekten schießen wie Pilze aus dem Boden und ein genervter Mann kettet seine Frau, ehemalige Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Kraftwerkstilllegung und Atommüllentsorgung, kurzerhand im Keller an. Die Welt in der Hamburger Vorortkneipe Ehrlich sieht verjüngt bis düster aus im Jahr 2031. Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

  • Andrzej Szczypiorski, Eine Messe für die Stadt Arras, Diogenes Verlag, der politisch engagierte Literat aus Polen erzählt in leise subtilen Tönen, was aus einer überwachten Stadt werden kann, nämlich ein Nichts, weil sie durch die Überwachung in ihren Einzelteilen zerfällt. Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

Buchempfehlung für die Leuchtturm-Reisenden an Englands Süden und Frankreichs Norden am Ärmelkanal zu den Atlantikküsten Frankreichs, Spaniens und Portugals, in Besuch bei den meist stillgelegten Leuchtfeuern von den Shetlandinseln weit draußen in der Nordsee, der Orkneys und Hebriden, der Küsten von Schottland, Irland, Wales und Cornwall, es gibt einmalige Farbfotos in einem einmaligen Bildband:

  • Philip Plisson & Guillaume Plisson, Lichter über dem Meer, Leuchttürme des Atlantiks, Text: Daniel Charles, Delius und Klasing Verlag,

    nur antiquarisch erhältlich. Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

Orte:

Aachen

Bamberg

Celle

Chemnitz

Darmstadt.

Dresden.

Düsseldorf

Frankfurt am Main

Genf/Schweiz

Gießen.

Görlitz.

Hamburg

Leipzig

Mannheim

Potsdam

Saarbrücken

Schweinfurt

Siegen

Weimar

Wien

Wuppertal

Zittau.

Panzerdivision (Bundeswehr) jetzt reicht´s aber, wer hat das wieder gewusst?

Von Cowboys, Sparbüchsen und Ladenhütern:
„Cowboy Klaus ist los!“

Cowboy Klaus wünscht sich nichts sehnlicher als ein schönes und schnelles Pferd. Also schnappt er sich seine Sparbüchse und macht sich auf den Weg zum Händler Hänk Hafersack. Aber leider reicht das Geld nur für einen Ladenhüter, ein plumpes und hässliches Kamel. Cowboy Klaus ist enttäuscht. Bestimmt werden sich jetzt alle über ihn lustig machen. Aber dann beschließt er, das Beste aus seiner Lage zu machen…

Bibliographie

Tulipan Verlag
Tulipan Verlag

Karsten Teich, Eva Muszynski, Cowboy Klaus ist los!
, Tulipan Verlag 2015, 48 Seiten, ISBN: 978-3-86429233-0, ab 6 Jahren Bestellung über BUCHHANDLUNGEN

Der coolste Cowboy aller Zeiten Klaus reitet durch die deutsche Prärie und macht Station in:

Lesung

Cowboy Klaus ist los!


Ein kleiner Cowboy erobert die Prärie!

Termin: 18.03.2016

17:00 Uhr

Nürnberg

Quelle:

www.tulipan-verlag.de