In den dunklen Gassen von Mayen | Wilfried Manheller

Die Stadt Mayen ist Schauplatz des historischen Kriminalromans "In den dunklen Gassen von Mayen" von Wilfried Manheller.

BUCHCOVER
In den dunklen Gassen von Mayen Blick auf die Stadt Mayen, Schauplatz des Kriminalromans „In den dunklen Gassen von Mayen“. Wir schreiben das Jahr 1919. Dunkel sind die Gassen, weil seit 1918 das Gas fehlt. Die Versorgungslage ist seit dem Ende des Ersten Weltkriegs katastrophal, die Not der Bevölkerung groß. Die schwarz-weißen Töne versetzen die Leser:innen in die Zeit zurück, in der die Geschehnisse, von denen hier berichtet wird, ihren Lauf nehmen. Der Fall ist fiktiv, der tägliche Kampf ums Überleben entspricht den Tatsachen.

Die Infos zum Buch

Autor: Wilfried Manheller
Verlag: KBV Verlags- und Mediengesellschaft mbH
Übersetzung: ./.
Erschienen: August 2025
Umfang:  400 Seiten
Preis: € 15,00(de)
ISBN: 978-3-95441-725-4

ZIELGRUPPE

Es ist der Auftakt einer Reihe historischer Kriminalromane um den Ermittler Jakob van de Molen, den es aus Thorn (Niederlande) nach Berlin, später ins rheinländische Mayen, verschlägt. Am Anfang des Buchs kommt Jakob van de Molen in Mayen an. Ein fiktiver Mordfall beschäftigt das Ermittlerteam aus Mayener Kollegen und dem neuen Kriminalkommissar, der alle Hände voll zu tun hat, seine fachliche Kompetenz, im Laufe der Geschichte sogar seine Unschuld mitten im Durcheinander von Spuren, Zuständigkeiten und Spekulationen zu beweisen.

Die im Roman erwähnten Figuren und Geschehnisse im Zusammenhang mit dem Mord an der Elfriede Lambrich sind frei erfunden.  

Was allerdings die allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf Mayen anbelangt, habe ich mich bemüht, historisch korrekt und genau zu sein. 

Quelle: Wilfried Manheller, Autor, In den dunklen Gassen von Mayen, Nachwort, KBV Verlag

Kiki’s Rezension: In den dunklen Gassen von Mayen

EINLEITUNG

Mayen, Rheinland, 1919. Das Ende des deutschen Kaiserreichs und die Geburt der Weimarer Republik nach dem Ersten Weltkrieg waren dramatische Entwicklungen. Als Folge des Ersten Weltkriegs hatte die interalliierte Besatzungsmacht, bestehend aus Frankreich, Belgien, Großbritannien und den USA, die Rolle der übergeordneten Konfliktlöserin und Entscheiderin inne, wenn zum Beispiel die Ortspolizeibehörde mit der Kriminalpolizei darüber streitete, wer die Ermittlungen führen soll, bei Personalknappheit den Gerichtsmediziner zur Verfügung zu stellen oder wer Disziplinarmaßnahmen gegen Kriminalbeamte zu beschließen hatte.

Der Kriminalroman schildert die Situation in Mayen kurz nach dem verheerenden Ersten Weltkrieg. Armut, Perspektivlosigkeit, Kriminalität, Korruption, mangelnde Information in den Zeitungsmedien und Unsicherheiten über Zuständigkeiten bei den Behörden sind in der Tagesordnung.

 

 

INHALTSANGABE
In den dunklen Gassen von Mayen

Der vierundzwanzigjährige Kriminalbeamte Jakob van de Molen, Veteran des Ersten Weltkrieges, wird von Berlin nach Mayen versetzt, wo er den Posten des Leiters der Kriminalpolizei übernimmt. Sehr zu Missfallen des Stadtrats Gotthelf Maus, der die Gunst der Stunde an der vakanten Position des Landrats sieht, sich siegessicher als Leiter der örtlichen Polizeibehörde positioniert und ab sofort meint, nun die Befehlsgewalt über die Geschicke der Kriminalpolizei zu haben. Der kaisertreue Maus, der sich zur Stadtelite zählt, will van de Molen los werden, um die alleinige Macht über die Polizei zu haben. Als das Hausmädchen von Maus Elfriede ermordet wird, fällt der Verdacht auf ihren gewaltbereiten, vorbestraften Ex-Freund. Doch er steckt mit Stadtrat Maus unter einer Decke und beschuldigt den neuen Kriminalkommissar der Tat, weil das Opfer angeblich mit van de Molen eine Affäre gehabt hat. Die örtliche Presse spielt mit und veröffentlicht falsche Beiträge über die Suspendierung des Kriminalkommissars und seine Verhaftung. Dass das Opfer ein Geheimnis hatte, wird erst die Obduktion, durchgeführt durch einen amerikanischen Arzt, feststellen.

 

Der Maulwurf in den Polizeireihen

Jakob van de Molen muss im Dickicht von falschen Informationen und irrigen Annahmen über die Zuständigkeiten der Behörden auch im Licht der Rolle der alliierten Besatzungsmächte seine Gruppe von Kriminalbeamten nicht nur kennenlernen sondern und vor allem die Zusammenarbeit mit ihnen trotz der widrigen Umstände effektiv gestalten. Dabei gilt es den Maulwurf zu entlarven, der alle Informationen über die Ermittlungen an Stadtrat Maus weitergibt. Als aufmerksamer Neuling lernt Kommissar van de Molen die Sonnen- und die Schattenseiten des Lebens in Mayen kennen. Sein Ruf steht alsbald auf dem Spiel und sein kleiner Schützling, die Waise Lisbeth, ist Zeugin im aktuellen Fall und schwebt bald in Lebensgefahr.

 

 

INHALTSANALYSE & CHARAKTERISIERUNG

Der junge Kommissar

Kommissar van de Molen ist mit vierundzwanzig Jahren noch sehr jung für die Position des leitenden Kommissars in Mayen. Aber er hat als Leutnant in einer Gendarmerie-Einheit am Ersten Weltkrieg teilgenommen und gelernt, seine Einheit verantwortungsvoll in und durch die Einsätze zu führen. Verantwortung und Pflichtbewusstsein prägen dann auch seine Arbeit als leitender Kommissar bei der Kriminalpolizei in Mayen. Der Blick aus seinen blauen Augen und seine offene Zugewandtheit öffnen ihm viele Türen.

Quelle: Interview mit Wilfried Manheller, Autor, KBV Verlag

 

Der Ruhepol im Sturm

Jakob van de Molen ist die Ruhe selbst, obwohl die Zeit in Mayen viel von ihm abverlangt. Seine profunden Menschenkenntnisse sind ihm eine große Hilfe. Ein einziges Mal verliert er die Beherrschung, daran zerbricht beinahe das Vertrauen seiner Mitarbeiter, das er in wenig Zeit mühsam aufgebaut hat. Er korrigiert geistesgegenwärtig seinen Fehler und schafft es das wiedergewonnene Vertrauen zu festigen. Seine Mannschaft steht ab diesem Zeitpunkt hinter ihm in guten und in schlechten Zeiten, von letzteren gibt es wie Sand am Meer. Van de Molen behält die Nerven, obwohl Stadträte und Medien zwischen Stammtisch und Büro gegen ihn arbeiten. Er lässt sich von der Konfusion, die dadurch entsteht, nicht ablenken und lenkt sein Team zum ersten Ermittlungserfolg. Der Denunziant in den eigenen Reihen geht dem engagierten Kriminalpolizeiteam in die Falle, der wahre Täter kann sich nicht mehr hinter einem falschen Alibi verstecken und die Zeitung schreibt endlich, wie es sich tatsächlich zugetragen hat.

Kommissar van de Molen und sein Team haben vor allem gegen Eigennutz, Selbstbereicherung, Verrohung der Sitten, Skrupellosigkeit, Kleinkriminalität und Gewalt zu kämpfen. Vor allem der keinesfalls latente Antisemitismus ist omnipräsent, taucht zwischen Tür und Angel auf und wird verschwiegen. 

 

 

In den dunklen Gassen von Mayen
FAZIT

Von Thorn nach Berlin, von Berlin nach Mayen, von Mayen nach Thorn. Der Beginn der Reise des Jakob van de Molen als Kriminalist endet dort, wo sie angefangen hat. In Thorn (lese „In den dunklen Gassen von Mayen“). Es ist aber die Stadt Mayen mit der Genovevaburg, der St. Clemens Kirche, der Herz Jesu Kirche, dem Theodor Dreiser Haus, dem Stadtarchiv u.a., die im Mittelpunkt steht. Nicht zuletzt wegen des lokalen Sprachidioms, das dem für damalige Verhältnisse vielgereisten Kommissar van de Molen Schwierigkeiten bereitet, bei der Zeugenbefragung und überhaupt im täglichen Miteinander. Das Versprechen einer Fortsetzung macht neugierig auf den zweiten Band.

Ort der Handlung: Mayen, Rheinland-Pfalz

Rathaus Mayen

Stadtrat Maus intrigiert gegen den ihm verhassten neuen Kriminalkommissar Jakob van de Molen.

In der Nähe der Genovevaburg, Mayen

Vor dem Burgtor ist der ungesicherte Tatort im Kriminalroman „In den dunklen Gassen von Mayen“. Der Täter und eine Zeugin sind zur Tatzeit unterwegs.

Die Genovevaburg ist ein Wahrzeichen von Mayen.

Marktplatz von Mayen

Im Dunkeln, weil das Gas für die Straßenbeleuchtung fehlt, verbirgt sich ein kleines Mädchen, das etwas sieht, das sie noch nicht einordnen kann.

St. Clemens Kirche

Hier finden manche Zuflucht, wenn es draußen kalt ist und manche wähnen sich in Sicherheit vor neugierigen Blicken in dem historischen Kriminalroman „In den dunklen Gassen von Mayen“.

Die St. Clemens Kirche ist ein Wahrzeichen von Mayen.

Schreibe uns Deinen Beitrag!

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht oder weitergegeben. Du erhälst keine Werbung von uns! Bitte respektiere die Meinung und Sicht eines anderen. (Erforderliche Felder sind mit einem * markiert)