DIE AUTORIN ELISABETH ZÖLLER

GEBURTSORT Geboren am 6. Dezember 1945 in Brilon.

WOHNORT Elisabeth Zöller lebt heute in einem denkmalgeschützten Bauernhof bei Münster.

STUDIUM Elisabeth Zöller studierte Deutsch, Französisch, Kunstgeschichte und Pädagogik in München, Lausanne und Münster.

BERUF Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium bis 1989. Seit 1990 schreibt sie Bücher für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 16 Jahren, in denen sie auch schwierige Themen wie Wut, Krieg, Angst, Gewalt, Trauer und Tod  verarbeitet.

WERKE Die Autorin schreibt als Kinder- und Jugendbuchautorin auch unter dem Pseudonym Marie Hagemann. Elisabeth Zöller hat unter anderem „Das Monophon“ (2013) und „Der Krieg ist ein Menschenfresser“ (2014) geschrieben.

STANDARDWERK Ihr Roman „Schwarzer, Wolf, Skin“ (unter dem Pseudonym Marie Hagemann 1993 erschienen) erregte großes Aufsehen und gilt immer noch als das Buch zum Thema.

PERSPEKTIVEN Elisabeth Zöllers Themen finden sich in Lebensphasen, sozialen Milieus, Lebensstilen und Gesinnungen, Charaktereigenschaften, Verhaltensmerkmalen, sozialen Skills, der Andeutung von Zusammenhängen, dem Abschied von der Kindheit, dem Klammern an Idolen, der Trennung der Eltern. Naivität, Hörigkeit, Erwartung der Seelenverwandtschaft, Romantisierung, körperliche Liebe, Macht und Gewalt, Schweigen/Fehlen verbaler Kommunikation/Ebenen der Kommunikation, Angst als Mittel der Unterdrückung, politische Apathie, mangelnde Zivilcourage, Frauenfeindlichkeit, Abschied von den Eltern, abwesendes/nicht anerzogenes Rechtsbewusstsein, Unbekümmertheit, Internetunkenntnis, fehlendes Verantwortungsbewusstsein, Radikalisierung, Rechtsextremismus sind Teil der Lebensentwürfe ihrer Romanfiguren. Historische Hintergründe unterstützen die Geschichten in ihren Büchern, deren Perspektiven zum Nachdenken anregen sollen.

THEMEN Sie thematisierte in „Anton oder die Zeit des unwerten Lebens“ die Verfolgung und Ermordung Kranker und Behinderter in der Zeit des Nationalsozialismus.

AUSZEICHNUNGEN Elisabeth Zöller wurde ausgezeichnet mit:

Paderborner Hase 1998, Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2001 der Deutschen

Bischofskonferenz („Anna rennt“), Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2005 für „Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens“, „Bundesverdienstkreuz am Bande 2007“,

auf der Shortlist „Wissenschaftsbuch des Jahres 2009“ (Junior-Wissensbücher): „Unschlag-

bar. Das Buch, das Dich gegen Gewalt stark macht“, „Buch des Monats“ Februar 2013 –

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach: „Wir tanzen nicht nach

Führers Pfeife“ (2012).