Cornelia Franz Autorin von Scheinland

Cornelia Franz, 1956 in Hamburg geboren, studierte Literaturwissenschaft, insbesondere Germanistik und Amerikanistik, machte eine Ausbildung im Verlag und arbeitete als Lektorin für Reiseführer und Kunstbücher. Seit 1993 schreibt sie hauptsächlich Bücher für Kinder und Jugendliche, u.a. Bilderbücher und Sachbücher, aber auch Romane und Reiseführer für Erwachsene, die in verschiedenen Verlagen erschienen sind. Der Jugendroman Scheinland (ab 14 Jahre), erschienen Anfang 2006, ist ihr neuestes Werk.

 

Engagements der Autorin Cornelia Franz

Cornelia Franz ist Teil des Autorinnenkollektivs Lia Norden zusammen mit Sylvia Heinlein, Katja Reider und früher Hilke Rosenboom. Ausserdem ist sie Mitbegründerin des HamburgerVorleserVergnügens, der seit 2015 jährlich im Sommer stattfindet.

 

Auszeichnungen

2019 erhielt Cornelia Franz den Hamburger Literaturpreis für ihr Kinderbuch Calypsos Irrfahrt, welches das Thema Schicksal von Flüchtlingskindern und Freundschaft behandelt. 2022 wurde Calypsos Irrfahrt als bester Kinderkrimi mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet.

 

Werke der Autorin Cornelia Franz

Romane für Erwachsene, u.a.

  • Vier Wahrheiten und ein Todesfall (2011, mit Lia Norden)
  • Die Schatten eines Sommers (2013, mit Lia Norden)

Werke für Jugendliche, u.a.

  • Verrat (2000)
  • Spinner im Netz (2009)
  • Spurensuche (2011)
  • Egal, was morgen ist (2015)
  • Poolparty (2015)
  • So fremd, so schön (2016)
  • Scheinland (2026, ab 14) Daniel ist auf der Suche nach dem eigenen Weg, als er im Internet von einem Ökobauer angesprochen wird. Die Online-Kommunikation gefällt Daniel und er nimmt die Einladung des Unbekannten ihn zu besuchen und seine Familie kennenzulernen an. Erst später stellt er fest, dass die Idylle auf dem Lande täuscht und dahinter ein rechtsextremes Netzwerk steckt. Daniel ist hin und hergerissen zwischen Angst und der Entscheidung, Zivilcourage zu zeigen.

Bücher für Kinder, u.a.

  • Calypsos Irrfahrt (2021) Bei einem Segeltörn im Mittelmeer fischt Oskars Familie zwei erschöpfte Kinder in einem Rettungsring aus dem Wasser, die von einem Flüchtlingsboot gefallen sind. Nirgends dürfen die Kinder von Bord. Oskars Eltern planen, die beiden in irgendeinem Flüchtlingslager zurückzulassen, doch Oskar kann es sich gar nicht mehr vorstellen.

Goldene Steine

Leon hat beim Herumalbern einem Mann auf der Strasse sein Käppi vom Kopf geschnappt, ohne zu begreifen, was er da tut. Als er es später aus Jux aufsetzt, wird von zwei Unbekannten brutal zusammengeschlagen – aber warum? Er trifft auf Nikolai, der ahnt, dass der Angriff auf Leon eigentlich ihm galt und auf Yara, die in einem Haus mit Stolpersteinen vor der Tür wohnt. In ihrem Jugendbuch Goldene Steine schreibt Cornelia Franz über Rassismus und Antisemitismus, Herkunft und Freundschaft in Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung an Geschichte, die lange her ist, als drei Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich kennenlernen und sich Gedanken über alte und neue Taten machen.