FeuerWerk | Klaus Brabänder
BUCHCOVER
FeuerWerk Kriminalroman aus dem Saarland Spuren nach einem Brand zu sichern ist Feinarbeit. Kompliziert, aber nicht unmöglich. Dass im brennenden Wagen dieses Buchs ein Toter liegt, wird vorerst übersehen. Denn keiner denkt während der Löscharbeiten an den Kofferraum. Der Fokus ist auf die Suche nach Personen am Steuer oder auf der Beifahrerseite wie auch hinten im Fond des Wagens. Wertvolle Zeit vergeht bis zum Leichenfund. Auftritt Spurensicherung und Gerichtsmedizin, die DNA extrahieren sollen.
Die Infos zum Buch
| Autor: | Klaus Brabänder |
| Verlag: | KBV Verlags- und Mediengesellschaft GmbH |
| Übersetzung: | ./. |
| Erschienen: | 2025 |
| Umfang: | 296 Seiten |
| Preis: | €15,00 (de) |
| ISBN: | 978-3-95441-744-5 |
ZIELGRUPPE
Krimibegeisterte, die das Kriminalhaus in Hillesheim noch nicht besucht haben und gerne auch in Regionalkrimis mit Lokalkolorit stöbern. Zwischen Saarland und Nordrhein-Westfalen wird emsig ermittelt und gerätselt, jeder Stein umgedreht, bis der Täter auffliegt. Dabei stellt das Ermittlungsteam fest, dass des Täters Motiv Rache ist. Überraschungsmomente sorgen für Situationskomik und Spannung.
Der 12. Fall für die Hauptfigur Joachim, Josch, Schaum, Hauptkommissar a.D. und kein Ende in Sicht, denn der 13. Fall ist in Vorbereitung.
Kiki’s Rezension: FeuerWerk
EINLEITUNG
Ist die Telefonnummer des anonymen Zeugen über die Dienststelle der örtlichen Feuerwehr kurzfristig zu erfahren, um den Weg über den formellen Antrag mit richterlichem Beschluss zu umgehen? Der anonyme Anrufer, der die Ermittlungen ins Rollen gebracht hat, ist ein Gemeinderatsmitglied, das seine Identität nicht preisgeben will. Zu einem späteren Zeitpunkt vertraut er sich dem Chef der örtlichen Feuerwehr an, in der Hoffnung, dass er es der Polizei schonend beibringen kann, warum der Anruf anonym erfolgt ist.
INHALTSANGABE
FeuerWerk
Mitten in der Nacht, kurz nach Aschermittwoch geht ein anonymer Anruf bei der Feuerwehr Elversberg ein. Ein brennendes Auto steht auf dem Parkplatz des SV Elversberg. Die Feuerwehr rückt vor und macht sich an die Arbeit, bis am nächsten Morgen ein Toter im Wrack gefunden wird. Das LKA wird gerufen und ermittelt. Wer war der Tote und ist seine Identität über den Fahrzeugtyp festzustellen? Die Vermisstenliste umfasst Südwestdeutschland, Lothringen und Luxemburg. Nachforschungen ergeben, dass der Tote Klaus-Theo Zeller aus Friedrichstal war, gemeldet in Maybach, Spitzname „die Glatze“, ein Kleinkrimineller aus dem Hooligan-Milieu, der unter anderem bei Wahlveranstaltungen handgreiflich geworden ist. Diebstahl, Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung, Vergewaltigung. Die Palette der Straftaten, die er begangen hat, war umfangreich. Er ging allerdings so dilettantisch vor, dass er stets verhaftet wurde und es schaffte immer wieder auf Bewährung rauszukommen. In einem der Fälle wurde er sogar freigesprochen, weil er ein Alibi für die Tatzeit vorweisen konnte.
Die Spur führt nach Bitburg
Kurze Zeit später finden die Ermittler eine Spur, die nach Bitburg führt. In Bitburg brannte ebenfalls ein Auto, eine Woche vor dem Brand in Elversberg, und eine Leiche fand sich im Kofferraum. Die Kriminalinspektion in Trier war damit befasst.
Die beiden Direktionen, Elversberg und Trier, wussten nichts voneinander, weil sie das intern nicht ins Netz gestellt, die Zeitung nicht gelesen und die Sendung im Fernsehen nicht gesehen haben. Gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen?
Als sich herausstellt, dass beide Opfer sich kannten und polizeibekannt waren, erscheint ein Tatzusammenhang wahrscheinlich. Der omnipräsente Josch, Hauptkommissar a.D., bittet seine Hilfe an, doch die Weitergabe von Ermittlungsergebnissen an Dritte ist nicht legal, wie Kommissarin Katja Reinert also helfen?
Verliebt im Team
Die LKA-Beamten Reinert und Wolff übernehmen den Fall. Privat ein Paar ergänzen sie sich auch beruflich. Ihnen im Weg steht ein misstrauischer Staatsanwalt, der nach einem Umzug aus einem anderen Bundesland mit der neuen Materie noch nicht ganz vertraut ist. Das Ermittlungsduo hat wenig Rückhalt aus der Justiz und ist buchstäblich auf sich allein gestellt. Zum Glück mischt sich Alt-Kommissar Josch Schaum ein und wird auf eine alte Strafsache aufmerksam, die bis in die Gegenwart ihre Schatten wirft. Josch greift dem unterbesetzten Team unter die Arme, das knurrend dankbar seine Mithilfe annimmt. Wird ein gemeinsamer Urlaub für das Polizistenpaar möglich nach Abschluss des Falls, obwohl sie im gleichen Kommissariat arbeiten?
Der Ermittlungsauftrag
lässt auf sich warten, weil der neue Staatsanwalt die Ermittlungen vorerst nicht offiziell einleiten will. Nach einem hitzigen Gespräch mit der Kriminalkommissarin Reinert verspricht er mündlich seine Zustimmung, während er den offiziellen Ermittlungsauftrag von der Feststellung der Todesursache und der Identifizierung des Opfers abhängig macht. Sofern Fremdverschulden vorliegt. Der Staatsanwalt, dem die Erfahrung bei Ermittlungen im Umkreis von Kapitalverbrechen fehlt, zweifelt weiterhin an der Eindeutigkeit der gerichtsmedizinischen Ergebnisse. Und er hat aus Kreisen der Politik volle Rückendeckung.
INHALTSANALYSE & CHARAKTERISIERUNG
Der Täter
Er ist auf Rachefeldzug, denn er will Gerechtigkeit. Dabei wird er übergriffig und begeht die Morde. Ohne nachzudenken übernimmt er die Rolle des Rächers, weil das Opfer im damaligen Fall tot ist. Einerseits bringt ihn sein Helfersyndrom auf Abwege und macht ihn zum Täter. Andererseits hat hier früher die Justiz versagt, denn die wahren Täter in dem alten Fall, wurden freigesprochen, weil sie ein Alibi für die Tatzeit hatten. Nach seiner Verhaftung schweigt er und will sich nicht kooperativ zeigen. Bis er sich anders entscheidet und ein Geständnis ablegen will. Um Strafminderung zu erzielen.
FeuerWerk
FAZIT
Ex-Kommissar Josch Schaum kann es nicht lassen. Eine liebenswerte Nervensäge mischt die Ermittlungen auf und entdeckt das entscheidende Detail, das zur Lösung des Falls beiträgt. Mit viel Wortwitz wird privat ermittelt und der Täter entlarvt. Und das Motiv? Zum Miträtseln und Nachdenken, wie weit ein Mensch gehen könnte, der Gerechtigkeit wegen. Interessant auch das Nachwort des Autors, in dem es darum geht, wo es Hooligans in örtlichen Sportvereinen des bundesdeutschen Südwestens gibt.
Mit Details über Geographie, Lokalpolitik, Behördenregister, Statik von Gebäuden, regional und überregional bekannte Sehenswürdigkeiten der Region wie z.B. eine Szenekneipe in Trier, die als Nebenschauplatz dient, Sankt Ingbert, Sulzbach, Neunkirchen, Lebach, Lublin und noch viel mehr.
Orte der Handlung: Zwischen Elversberg, Stadtteil von Spiesen-Elversberg, Saarland und Hillesheim, Rheinland-Pfalz
Von Elversberg, , Landkreis Neunkirchen, nach Hillesheim
Mit einer Tour zum Kriminalhaus nach Hillesheim beginnt der Kriminalroman „FeuerWerk“.
Parkplatz vor der Arena des SV Elversberg
Fundort des Toten, aber ist es auch der Tatort?
Hannover, Niedersachsen
Der brennende Wagen wurde seinem Besitzer in Hannover gestohlen und blieb bis zum Brand unauffindbar.
Zwischen Wiesbaden und Bonn
Die gerichtsmedizinisch vorerst abgeschlossene DNA Analyse des Toten wurde an das BKA in Wiesbaden übermittelt. Im zentralen Staatsanwaltlichen Verfahrensregister in Bonn ist jeder registriert, der in den letzten 20 Jahren angeklagt oder verurteilt wurde.
