Die Autorin Henrike Jütting

geboren 1970, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Sie studierte dann in Bremen Soziologie und Kulturwissenschaften. Anschließend promovierte sie in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und arbeitete in Bremen, Brüssel und Celle. Seit 2005 lebt die gebürtige Münsteranerin wieder in ihrer Heimatstadt. 2017 erschien ihr erster Krimi Schweigende Wasser.

 

Die Krimis von Henrike Jütting

Schweigende Wasser

Villa 13

Schatten über der Werse

Spiel im Nebel

Mord im Kreuzviertel

Der Kriminalroman Hafentod ist der sechste Band in der Reihe um Kommissarin Katharina Klein.

 

Warum wurden die 1980er Jahre in die Krimihandlung von Hafentod eingebaut?

Im vorangegangenen Krimi Mord im Kreuzviertel spielte ein Handlungsstrang in den 1970er Jahren. Wie die Autorin selber erzählt, hat es ihr Spaß gemacht den Lesern ihre Figuren in zwei unterschiedliche Lebensphasen zu zeigen und die beiden Zeitebenen miteinander zu verbinden. Deswegen hat sie es sich für den neuen Krimi auch vorgenommen.

Im Hafentod sind meine Protagonisten in den 1980er Jahren Jugendliche, genauso wie ich damals. Ich konnte also aus dem Vollen schöpfen und jede Menge 80er Jahre-Vibes versprühen.

Quelle: Interview mit Autorin Henrike Jütting, KBV Verlag- und Mediensgesellschaft GmbH

 

Ist der Fundort der Leiche im Krimi Hafentod der Münsteraner Hafen ein Ort zum Gruseln?

Der Münsteraner Hafen ist ein ehemaliger Industriehafen und hat zwei Gesichter. Weiter vorn ist es sehr urban geprägt mit vielen Bars, Clubs, Restaurants und Cafés direkt am Wasser. Dort gibt es auch ein Theater. Weiter hinten wird es ruhiger und man sieht noch etwas von der alten Industriekulisse. Vielleicht ist es dort nicht unbedingt zum Gruseln, aber auf jeden Fall ist es ein Ort mit einer besonderen Atmosphäre.

 

Gab es vielleicht ein reales Ereignis im Münsteraner Hafenbecken oder anderswo in der Region?

Die Geschichte geht nicht auf ein reales Ereignis zurück. Es ist alles reine Fiktion. Die Schauplätze, u.a. der Hafen und der Mauritzviertel, standen aber ziemlich schnell fest. Die Autorin versucht, ihre Krimis in verschiedenen Ecken und Vierteln von Münster spielen zu lassen, und findet es bereichernd, sich die Schauplätze bei der Recherche vor Ort nochmal näher zu bringen. Die Autorin Henrike Jütting ist zwar gebürtige Münsteranerin, aber natürlich kennt sie nicht alle Stadtteile gleich gut, sagte sie im Interview mit dem KBV Verlag.

 

Hat die Jahreszeit, hier der Herbst im Krimi Hafentod, einen Einfluß auf die Stimmung?

In Münster sitzt man im Sommer draussen oder man macht eine Fahrradtour. Überall herrscht eine sommerliche Betriebssamkeit. Im Herbst dagegen, wenn die Tage kürzer werden und das Wetter kühler ist, bleibt man eher gemütlich zu Hause. Dann sind die Strassen und Plätze dunkel, regennass und menschenleer.

 

Gibt es weitere Münsteraner Orte, die Sie zu Fällen inspirieren würden?

Auf jeden Fall. Das ist das Schöne an dieser Stadt. Sie ist als Schauplatz für Krimis so gut geeignet, weil sie so eine ungewöhnliche Mischung aus Idylle, Urbanität, Provinz und Internationalität in sich vereint. Ausserdem treffen unterschiedliche Milieus aufeinander.

Während ich der Erscheinung von Hafentod entgegengefiebert, habe ich bereits den Schauplatz für den nächsten Band, das ist Band 7, auserkoren. Ein fast vergessener Ort, mitten in der Stadt, der dazu noch eine große historische Gemeinsamkeit hat. Mehr verrate ich nicht.

Quelle: Interview mit der Autorin Henrike Jütting, KBV Verlag- und Mediensgesellschaft GmbH