Siebentürmeviertel | Feridun Zaimoglu

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Mit dem Auto auf der Suche nach der Ausfahrt

In dem Roman „Siebentürmeviertel“ berichtet der Erzähler vom Siebentürmerviertel in Istanbul. Es wird eine Reise in die Vergangenheit, die 1939 in Deutschland beginnt und nach Istanbul reist. Die Rückblende ist gesättigt mit poetischen Schüben ohne Rücksicht auf die Dynamik der Szenen. Es ist ein Leben bei einer Familie und das Spiel auf den Straßen verfolgt seinen eigenen Gesetzen. Fremde Kinder. Man redet Neuankömmlinge nicht mit dem Namen an. Sondern mit dem Hauch einer Herkunft. Mit Vorurteilen über ein Land. Hier über Deutschland. Konflikte gibt es auf der Straße und in der Familie. Sie formen eine Persönlichkeit der Widersprüche.

Eine Familie besucht die erste Heimat.

 

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck entsteht durch den Buchumschlag. Der zweite Eindruck durch den Text. Es ist ein abgebildetes Heiligtum, das einer Kathedrale ähnelt. Einer Festung gleich wie ein Ort der Andacht. Besuchsziel oder der Ort, von dem man sagt, alle Wege führen zu ihm.

 

Zur Übersetzung

Unbedingt in Griechisch übersetzen. Ich meine die Länder des Balkan mit ihren vielen Sprachen werden Absatzmärkte. Ich stehe gerne zur Verfügung auch für Ehemänner von Sparerinnen.

Feridun Zaimoglu reiste nach Istanbul um die Orte zu erleben, die in seinem Roman „Siebentürmerviertel“ ihren Platz haben. Keine Geduld für eine maßgeschneiderte Besprechung, die später kommt als das Erscheinungsdatum, Geldsorgen, Arroganz wie laut lokalen Buchhandelsberichten zu entnehmen, oder Ellenbogenverhalten oder roter Teppich für Konkubinen und Mätressen?

 

Die Zahl 7 in Traumreisezielen

Siebentürmeviertel gibt es nicht nur in Istanbul und Yedikule ebenfalls.

In der griechischen Stadt Thessaloniki hat es in alten Zeiten ein Gefängnis gegeben mit diesem Namen in der Ano Poli. Also in dem Stadtteil, wo die Festung aus byzantinischen Zeiten heute noch zu besichtigen ist.

Das ist Nachbarschaft gefestigt auch durch Ähnlichkeiten. Sogar gleiche Namen sind bedeutend.

 

Schmelztiegel oder „der sesshafte Reisende“?

Archaische Sitten gab es auch bei uns. So die Erzählungen. Ein wenig habe ich selber erlebt, dass man Christinnen nachjagt. Sie fühlen sich eventuell persönlich angesprochen. Mich inklusive. Sie widersprechen höchstwahrscheinlich ein wenig verwirrt durch die jüdischen Sitten, die sie in ihrer Familie erlebt haben ohne es zu wissen.

Die Parade der Charaktere im Privaten und im Beruflichen ist lang. Einem selten so gehaltvollen Roman gebührt meine ganze Aufmerksamkeit zum richtigen Zeitpunkt.

 

Literaturhinweis

Feridun Zaimoglu, Siebentürmeviertel, Kiepenheuer & Witsch 2015 Köln.

1 Comment
  • Mit dem Auto auf der Suche: vor vielen Jahren befuhren wir mit einem Renault Megane eine Seitenstrasse nah Sani. Dann kamen wir in der Dunkelheit an einen Schotterweg mit viel Geröll, große Brocken und an einer hohen weißen Mauer. Der Fahrer, ein Verwandter von mir, Adoptivkind, erzählt uns dahinter sei ein Gefängnis. Derselbe Mann berichtete von Eptapyrgio in Thessaloniki.

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