Blackout | Marc Elsberg

LITERATURANGABE

 

Autor: Marc Elsberg

Verlag: Black Swan/Transworld Publishers Ltd.

Übersetzung: Marshall Yarbrough

Erschienen: 2012

Umfang: 436 Seiten

ISBN: 978-1-784-16188-0

 

BUCHCOVER

 

Blackout. Ohne Strom. Rechner ohne Power. Häuser ohne Wasser. Strassen ohne Ampeln. Die Stunde-Null. Der Eindruck der Endgültigkeit entsteht durch den sparsamen Einsatz von Farben und Relief. Es ist ein Szenario über schwindende Ressourcen und die Macht oder Ohnmacht als Folge einer Krise solcher Ausmaße.

 

ZIELGRUPPE

 

Global denkende Leser:innen, weil dieser Stromausfall keine Landesgrenzen kennt. Die Folgen sind überall spürbar. Die Verletzlichkeit der Sicherheitsmaßnahmen ist vielleicht ein fiktiver Twist. Sind die Reaktionen der betroffenen und ihre Handlungsweisen nachvollziehbar?

Was wäre wenn der Strom tatsächlich ausfallen würde? Langfristig?

Der Umgang mit dem Notfall erzeugt Spannung. Das Verhalten in einem Ernstfall wie diesem spricht junge und ältere Leser:innen an. Nicht nur weil es das Überleben betrifft, sondern auch wegen seiner Verzahnung mit wirtschaftlichen Aspekten, die Privatleben und Unternehmensabläufe betreffen.

 

EINLEITUNG

Vertraut man einem Ex-Hacker in einem Ausnahmezustand? Weil er der einzige ist, der helfen könnte? Einerseits sind es seine IT-Kenntnisse, die gefragt werden. Sie versprechen, die Quelle des Cyberangriffs auf den europäischen Strom ausfindig zu machen. Andererseits wirft seine Vergangenheit Schatten auf die Zusammenarbeit mit Behörden. Das Dilemma macht der Effizienz einen Strich durch die Rechnung. Folglich gefährdet es die Anstrengungen, Menschenleben zu schützen und Ressourcen zu verteidigen.

 

INHALTSANGABE

Piero Manzano fährt seinen Alfa im Zentrum von Mailand, als ein totaler Stromausfall die Verkehrsampeln verdunkelt. Nichts funktioniert. Unfälle sind die Folge. Das Blackout im Buch hat Folgen u.a. für Licht, Wasser, WC, Öfen, Kühlschränke, Heizung, Buchungs- und Zahlungssysteme.

 

Stromausfall in Europa

Mailand ist nicht die einzige Stadt in Europa, die eine Krisensituation der Alarmstufe Rot zu bewältigen hat. Die Dunkelheit verbreitet sich über ganz Europa. Die Frage ist: Wie ist das passiert? Beinah sieht es wie ein Zufall aus, dennoch ist das Wetter nicht die Ursache. Einen Angriff auf die Elektrizitätssysteme haben Unbekannte gestartet. Menschen beginnen zu frieren. Nahrung und Wasservorräte werden knapp. Private Nutzer sehen ihre Chance Geld zu verdienen in der Not. So verkaufen sie zum Beispiel ihr Benzin doppelt so teuer als die funktionsunfähigen Tankstellen.

Es gibt Explosionen an Fernleitungsmästen und Brände in Umspannwerken. Die Infrastruktur wird in der Nähe von Fernleitungen strategisch zerstört.

Die Suche konzentriert sich auf IT-Entwickler, die befugt sind, den Source Code zu schreiben.

 

Die Geschichte beginnt mit einem Autounfall

 

Piero Manzano kommt mit dem Schrecken davon, als sein Wagen in eine Massenkarambolage fährt. Er ist nach seiner Verletzung auf dem Weg nach Hause, nachdem er in einem kleinen Laden Antipasti geholt hat. Natürlich bezahlt er bar, denn das Buchszenario sieht keine Zahlungsalternative im Fall eines Blackouts vor. Allerdings endet seine Odyssee nicht auf der Straße. Denn seine Hackervergangenheit ist bestimmten Kreisen bekannt. Er gerät in ein Dilemma. Einerseits ist er ein Verdächtiger, weil er profunde IT Kenntnisse hat. Andererseits ist sein Wissen wertvoll und seine Hilfe im Notfall unbezahlbar.

 

Strom und Wasser – Fachkenntnisse gesucht

Quer durch Europa wird versucht, das Problem zu beheben, zunächst ohne Erfolg. Zur Stromproblematik gesellt sich der zweite Notfall. Die Wasserzufuhr wird unterbrochen. Manzano ist Teil der Bemühungen den Strom wieder in Gang zu bringen. Denn von ihm hängt so vieles ab. Seine weitreichenden Fachkenntnisse machen ihn unverzichtbar. Er muss damit leben, dass Misstrauen ihm entgegenschlägt. Aus dem Grund, dass er ein Hacker war und immer noch ist.

 

INHALTSANALYSE & CHARAKTERISIERUNG

Die Ausmaße eines überregionalen und länderübergreifenden Elektrizitätskollapses werden deutlich anhand der geschilderten Einzelschicksale.

Die vielfältigen Perspektiven betreffen Orte und die Menschen, die in den Orten leben. Das Thema befasst sich mit Lebensgeschichten im Rahmen einer Krise internationaler Ausmaße, die persönliche Grenzen überschreitet. Menschen setzen ihre Mobilität ein, die es vorher nicht gegeben hat. Ihre Beweggründe sind beruflicher aber auch privater Natur. Für sie ist es vorerst eine temporäre Veränderung, bis der Ernst der Situation realisiert wird.

 

Warten auf den Strom

Die Kältewelle nach dem Stromausfall trifft nicht nur Berufstätige auf dem Weg nach Hause, sondern auch Wintertourist:innen auf der Fahrt zum nächsten Skiressort. Die Menschen nehmen an, dass der Stromausfall von kurzer Dauer ist. Es geht nicht nur um das eigene Wohl, sondern auch um Transaktionen, die stromabhängig sind.

Die Untersuchung der Gründe wird durch die Bemühungen, die Notfallsituation zu bewältigen, verlangsamt. In dem Versuch Kraftwerke wieder in Gang zu bringen werden sie wiederholt durch eine Warnung behindert. Eine Komponente ist außer Betrieb, aber es ist jedes Mal eine andere. Wenn das Problem bei der Software ist, wird die Untersuchung und die Reaktivierungsarbeiten Tage dauern.

Die Pointe, dass ausgelöst durch die Krise Angebot und Nachfrage sich vom Prinzip der Fairness entfernen, wird im Plot hauchdünn vertreten, allerdings verfehlt sie m.E. nicht ihre Wirkung.

 

Notfallsystem

Das Problem betrifft das Notfallsystem. Die Validität von Tests und Ergebnissen, das Training der Mitarbeiter:innen, auch der wenig erfahrenen unter ihnen sind Elemente, die angesprochen werden. Außerdem lesen wir über die Kapazitäten von Wasserwerken, Generatoren, ebenfalls wie die Kraft aus Plutonium oder Uranium gewonnen wird. Der Autor hat nach eigener Aussage wichtige technische Details verändert.

Die ersten attackierten Zähler zu orten ist das Ziel der Verteidigungsoffensive. Sie betrifft das gesamte Netzwerk, das länderübergreifend ist.

Durch die Liberalisierung des Energiemarktes gibt es zurzeit einerseits Unternehmen, die Strom generieren, andererseits Unternehmen, die Handel mit Strom betreiben.

Beide Seiten verhandeln Preise. Im Notfall, wie in dem Krimi beschrieben, müssen diese Teilnehmer:innen miteinander koordinieren. Den Grund für den Blackout zu ermitteln erfordert Zeit, denn die Systeme sind heutzutage sehr kompliziert. Die Unternehmen hatten zum Zeitpunkt des Blackouts keine vergleichbare Erfahrung mit einer Krise dieser Ausmaße.

Als problematisch erweist sich der Restart, das heißt die Wiederinstallation des Stroms.

Die Softwarepakete sind im Internet und dieses ist durch den Stromausfall ebenfalls außer Betrieb. Jedenfalls für den normalen Verbraucher und das breite Publikum.

Mit einer Ausnahme: die Zentrale der Europol in Den Haag hat Reserven.

 

Smartzähler

Es gibt keine Backup Mechanismen für Computer. Ein Code, der nicht in Gebrauch ist, erscheint auf den Stromzählern privater Personen. Der paneuropäische Stromausfall begann in Italien und Schweden. Das sind Länder, die Smartzähler benutzen.

Die Smartzähler in italienischen Haushalten sind miteinander durch Router verbunden. Der Befehl, das System auszuschalten, schleuste man in einen Stromzähler.

Mitarbeiter des Elektrizitätswerkes, die Haushalte in Italien besuchten, entpuppen sich als Betrüger. Die Behörden gehen davon aus, dass sie Trojaner in die Smartzähler injiziert haben.  Aufklärungsarbeiten werden erschwert, weil der italienische Stromversorger andere Stromversorger nicht benachrichtigt.

Automatische Sicherheitssysteme deaktivieren das Kraftwerksystem. Nukleare Reaktoren und kohlebetriebene Kraftwerke brauchen länger als ein paar Minuten, um wieder online zu gehen.

 

Automatisiertes Ausschalten

In dem Plot hat sich das Wasserkraftwerk in Ybbs-Persenbeug nicht automatisch runtergefahren. Wasserkraftwerke wie dieses spielen eine wichtige Rolle, weil sie ohne Hilfsmaßnahmen ihre Funktionen wieder auffahren und die Versorgung reorganisieren könnten. Der Prozess ist einerseits komplex, andererseits vital.

Nach dem Fehlersignal stellen sie die Komponenten aus. Während das Fehlersignal erlischt, erscheint ein neues. Der Einbau der Ersatzteile korrigiert nicht die falschen Alarme.

Nur wenn Teile des Netzwerks funktionieren kann die generierte Kraft zur Reaktivierung der Netzwerke, die offline sind, verwendet werden.

 

Krisenmanagement und die Rolle der Feuerwehr

Das Krisenmanagement, das eng verzahnt mit der Politik arbeitet, denkt an das schlimmste Szenario. Es heißt, öffentlicher Verkehr kann innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht aufgenommen werden. Bahnhöfe und Flughäfen bleiben geschlossen. Büros und Schulen sind ohne Heizung. Telekommunikationen außer Betrieb. Und die Wasserversorgung kann für die Mehrheit der Bevölkerung nicht garantiert werden. Personalengpässe entstehen in Arbeitsbereichen, die sich mit Notfällen beschäftigen.

 

Am Beispiel der Pariser Feuerwehr

der zweitgrößten Feuerwehr der Welt (nach New York), wird deutlich, wofür die Einsatzkräfte gebraucht werden. 5 Stünden nach dem Stromausfall sind sie hauptsächlich damit beschäftigt Menschen aus der Metro und aus Liften zu befreien.

Die Pariser Feuerwehr ist eine militärische Einheit, die dem Ministerium für Inneres untersteht.

Den Gemeinden fehlen die Kapazitäten, hilflose Menschen zu versorgen. Nach vier Tagen sind diese auf ein Minimum gefallen. Die Nerven liegen blank. Bei den Notfallteams und bei den Menschen wie du und ich. Jeder hat Familie und möchte sie in Sicherheit wissen.

Die Zeit, um ein Ziel zu erreichen, verdoppelt sich durch die angespannte Verkehrssituation und die blockierten Straßen.

Frankreich empfing zurzeit der Veröffentlichung des Buchs 80% seiner Energie aus Atomkraftwerken.

Die Kühlsysteme, die Notfallsysteme, die Testinstrumente für die Notfallsysteme und die Zeit einer Rekonstruktion sind sehr wichtige Elemente für das Verhalten während eines Notfalls und für die anschließende Untersuchung.

 

Stromversorger und Stromzähler

Die Stromzähler sind kleine Computer. Sie erlauben den Unternehmen Elektrizitätsdaten zu speichern einerseits und die Stromzähler zu überwachen andererseits. Ein Hacker könnte die Codes knacken, z.B. für den Befehl das System zu deaktivieren.

Allerdings erwähnt die italienische Gebrauchsanweisung die Funktion nicht, weil sie in Italien nicht vorgesehen ist. Deswegen sendet der Stromzähler keine Benachrichtigung an den Stromlieferanten, wenn die Deaktivierungsfunktion aktiviert wird.

 

Thema Kommunikation – Ein Systemfehler?

Darüber hinaus wird die Kommunikation thematisiert. Dabei hat der Befehl, den Strom abzuschalten, die Elektrizitätsunternehmen nicht erreicht. Stromlieferanten haben nichts gewusst. Ist der Grund ein Systemfehler? Das Wetter? Menschliches Versagen? Oder böse Absicht?

Der in einen oder mehrere Stromzähler eingeschleuste Befehl, die Verbindung zum Stromnetz zu unterbrechen, wurde wahrscheinlich via Radio kommuniziert.

 

Hacker am Werk

Fehlerhafte Codes in Zählern und dieselbetriebene Generatoren in Heizungen und Lifts sind in diesem Krimi das Werk unbekannter Hacker. Zusätzlich gibt es das Problem der Fluktuation bei den Frequenzen, die vermutlich auf Fremdeinwirkung zurückzuführen ist. So haben manche Haushalte Strom, während die meisten Haushalte im Dunkeln weiterleben müssen. Das System bricht allmählich zusammen.

Die Täter haben E-Mail-Adressen aus den sozialen Medien. Sie nutzten personalisierte E-Mails mit einem Discount Angebot und Link zu einer codegenerierenden Website. Der generierte Code wird an den Rechner eines Besuchers übertragen und verursacht Schäden.

Die Rede ist von einer supranationalen Kommunikationszentrale für die Elektrizitätsunternehmen, die Länder und das Publikum. Als Kommunikationszentrum, Informationszentrum und Koordinationszentrum.

Die Dringlichkeit, Hilfsmaßnahmen zu koordinieren, wird erkannt aber teilweise aufgrund der Umstände schleppend umgesetzt.

 

Alternativlösungen während des Stromausfalls

Bevor der Stromausfall zur Staatsaffäre wird und die Menschen nach Lösungen suchen, finden manche ein individuelles Heizungs- und Elektrizitätssystem. Man beheizt es mit Holzpellets und Klötzen oder Stämmen. In diesem Kleinnetzwerk gehört auch ein eigener Brunnen.

Man liest über kinetische und elektrische Energie und wie sie umgewandelt wird. Überlastete Generatoren sind überall zu finden. Blackout in einem Kraftwerk und seine Auswirkungen sind besorgniserregend. In dem Buch wird es am Beispiel des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug an der österreichischen Donau im Bundesland Niederösterreich deutlich.

Währenddessen können Menschen woanders sich mit Notlösungen behelfen, z.B. Schnee für das WC und Holz für das Feuer.

Blackout als grenzüberschreitende Straftat? Wird die Europol eingeschaltet? Erwägt die Behörde die Zusammenarbeit mit einem Hacker?

 

Blackout in der Realität

Es ist nicht das erste Blackout. 2006 (?) hat E.ON den Strom abgeschaltet, um einem Kreuzfahrtschiff die Passage durch die Kanäle bis zur Küste unterhalb der Kabeln zu ermöglichen. Dabei haben sie Nachbarnetzwerke nicht informiert. Es gab automatische Blackouts, weil die Verbindungen überlastet waren. Die Dunkelheit für 15.000.000 Menschen in Europa dauerte 1 ½ Stunde. In Italien erinnert man sich an das Blackout von 2003 (Dauer: 24 Stunden).

 

Zur Person Piero Manzano

Der Autor stellt seine Hauptfigur bei einem Unfall vor. Die Leser:innen lernen ihn über sein Verhalten während dieses Notfalls kennen. Im Augenblick von Todesangst, dass er beim Autounfall verletzt oder sterben wird, dissoziiert er. Das heißt, an dieser Stelle träumt er kurz vor der Kollision. Von Schokolade. Wein. Und Frauen. Sogar von einer heißen Dusche. Sobald er realisiert, dass der Unfall unvermeidlich ist, schaltet er ab. Er ist zwar körperlich da, dennoch mit den Gedanken woanders.

 

Die unverzichtbare Persona non grata

Eigentlich ist Piero in Verruf geraten wegen eines Hackervorfalls, an dem er verwickelt war. Trotz der guten Absichten, das als Ziel des Hackerangriffs anvisierte Unternehmen darüber aufzuklären, wird er zur Persona non grata. Dennoch ist seine Anwesenheit erwünscht, wenn möglich an mehreren Orten gleichzeitig, denn die Erwartungen an seine Problemlösungsfähigkeiten sind groß. Er hat die Idee, dass der Angriff auf das komplette Atomkraftwerksystem durch die gemeinsamen Komponenten der Software erfolgt. Diese werden in den meisten Systemen realisiert.

Die Software benutzt Standardprotokolle wie auf jedem Computer und im Internet zu finden sind. So sind sie bedienungsfreundlicher, andererseits nehmen die Sicherheitsrisiken zu.

Sein Fachwissen wird Leben retten. Indem er den Code blockiert, der im Fall eines Blackout Stopps aktiviert hätte werden sollen, fließt der Strom wieder durch die Leitungen.

 

Weitere wichtige Themen

Extremismus

Extremismus in wohlhabenden gebildeten Kreisen, die nicht nur aus den Ländern der sogenannten Dritten Welt, sondern auch aus Industriestaaten kommen.

 

Straftaten

 

Die Bereitschaft, Straftaten zu begehen klettert, je länger der Stromausfall andauert und seine Folgen das Leben der Menschen erheblich verändern. Ob im schweizerischen Bellinzona oder im deutschen Ratingen bestimmt die Kontrolle über Ressourcen das Geschehen.

 

Internetsicherheit

Internet Sicherheit, u.a. den Benutzernamen schützen.

 

Kühlsysteme und Diesel in der Not

Kühlsysteme in Atomkraftwerken. Notaggregate brauchen Diesel und laufen solange, wie es Vorräte gibt.

Ein chaotisches Element beeinflusst Instrumente, z.B. Kaffeemaschinen, so dass sie Fehler anzeigen, die nicht da sind.

„Back Door“, eine Hintertür.

Es ist das Fragment eines Codes in einer Nussschale. Falls etwas passiert, hätten Programmierer:innen später Zugang zum Programm.

 

Datenschutz

Wunde Punkte in Systemen und Programmen, dass sogar Hersteller:innen nicht kennen. Gegen diese gibt es keinen Schutz.

Die Schadstoffware war in den Rechnern 18 Monate lang. Der Datenschutz ist veraltert.

 

Bankautomaten

Bei Auszahlungen an Bankautomaten ist das Limit reduziert. Täglich und pro Person.

 

Söldner:innen

Söldner:innen als ausführende Organe vergrößern die Distanz zwischen Opfer und Täter:innen.

 

Radioaktivität

Menschen auf Radioaktivität untersuchen wird aus mehreren Gründen nicht gemacht. Erstens sind die Rettungskräfte unter Zeitdruck, weil die radioaktive Wolke Paris erreicht hat. Zweitens gibt es nicht genügend Personal, um die Maßnahmen durchzuführen.

 

FAZIT

Es sind die Stücke eines Puzzles auf einer Karte Europas. Unzählige rote Punkte signalisieren die Blackouts. Sie blinken, doch in Wirklichkeit ist alles dunkel. Das System inklusive seiner Notaggregate ist plötzlich blind geworden.

Nach der Veröffentlichung von „Blackout“ luden den Autor politische Institutionen, Administrationen, Unternehmen, private und öffentliche Organisationen ein, über das Buch zu referieren und Fragen zu beantworten. Schulen interessierten sich für das Buch. Die Inhalte wurden ebenfalls in Wirtschafts- und Informationstechnologie Medien besprochen.

 

Objektivität in der Fiktion

Im Vordergrund ist der sachliche Tonfall, der dem Buch den Charakter eines Berichts in Zeitlupen gibt. Die dramatischen Ereignisse werden aufgrund der distanzierten Darstellung hautnah erlebt. Denn örtliche Nähe und Ferne vermischen sich hier. Die unausweichliche Situation macht den Handlungsbedarf umso dringender. Keine Zeit für Hilflosigkeit. Die Alarmstufe Rot gilt für einen ganzen Kontinent.

Ob im schweizerischen Bellinzona oder im deutschen Ratingen nimmt die Bereitschaft zur Gewalt zu, sobald und nicht zuletzt, weil Ressourcen wie Energie involviert sind.

Die Geschichte, die an Fahrt genommen hat, während die Krise unbezwingbar bleibt, wird gegen Ende sentimental und nachdenklich. Jetzt haben Menschen wieder Zeit, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und ein wenig zu entspannen.

Das Buch markiert eine Ära, die für Deutschland in ein paar Jahren zu Ende gehen wird, weil die Atomkraftwerke ausgeschaltet werden sollen.

 

Tatorte oder Reiseziele?

Ein internationaler Stromausfall demonstriert sich über die Geschehnisse in Orten. Das sind Mailand, Rom, Ybbs-Persenbeug (Österreich), Brauweiler, Lindau, Saint-Laurent-Novan, Paris, Den Haag, Ischgl, Ratingen, Bellinzene (Schweiz), Shiphol (Niederlande) und viele andere Orte.

 

Kraftwerk Ybbs-Persenbeug

Das Kraftwerk Ybbs-Persenbeug an der österreichischen Donau im Bundesland Niederösterreich ist ein Wasserkraftwerk. Es befindet sich zwischen den Orten Ybbs an der Donau (Stadtgemeinde, 5.565 Einwohner) und Persenbeug (Marktgemeinde, 2156 Einwohner). In dem Krimi von Marc Elsberg ist das Kraftwerk durch den Elektrizitätsausfall betroffen.

 

Deutschland

  • Der Gebäudekomplex des Bundeskriminalamts in Berlin befindet sich im Kasernengelände Am Treptower Park im Berliner Stadtteil Treptow. Dort konferieren hochrangige Beamt:innen nach dem Stromausfall und beschäftigen sich vorrangig mit Defiziten in der Kommunikation.
  • Ratingen ist der Sitz des Elektrizitätsversorgers Talaefer, dessen Systeme in vielen Atomkraftwerken zum Einsatz kommen.

 

Frankreich

  • Place Jules Renard: Das Hauptquartier der Pariser Feuerwehr befindet sich dort. Die Einheit ist militärischer Struktur und unterliegt dem Innenministerium. Die Feuerwehr der französischen Hauptstadt ist nach New York die größte der Welt.
  • Rue de Miromesnil: Sitz des Innenministeriums.
  • Saint-Laurent-Nouan. In der französischen Stadt der Region Centre-Val de Loire gibt es seit 1963 ein Kernkraftwerk. Der Stromausfall in dem Buch von Marc Elsberg hat auch dort Folgen. Die Temperatur des Reaktors und der Kühlungssysteme klettert hoch und eine Kernschmelze gefährlich nahebringen.
  • Nanteuil. Bollards Eltern und Schwiegereltern finden dort eine Notunterkunft, die mehr oder weniger und, wie es sich herausstellen wird, kurzfristig autonom zurechtkommt. Allerdings befindet sich das Atomkraftwerk bei Saint Laurent Nouan in der Nähe.

 

Italien

  • Via Dante/Parco Sempione/Via Piero della Francesca: Die Hauptperson Piero Manzano wohnt dort.
  • Via Perro della Fransesca: dort wohnt Bondoni, Laras Vater. Über Via Dante und Parco Sampiore erreicht man die Strasse.

 

Niederlande

  • Den Haag ist der Sitz von Europol, einer Polizeibehörde der Europäischen Union. Europol sucht die Hilfe von Piero Manzano in „Black Out“ und erwartet, dass seine Hackerkenntnisse den Urheber oder die Urheber des Stromausfalls ausfindig machen werden.

 

Österreich

  • Bregenz. Vier Freundinnen auf der Fahrt zum Skiurlaub suchen einen Platz zum Schlafen und finden ein Tankstellen-Restaurant.
  • Dornbirn (Vorarlberg). Die vier Skitouristinnen erreichen einen Bauernhof zu Fuß. Weil der Bauer nach dem Versagen der Melkmaschinen alles manuell machen muß, bieten sie ihm ihre Hilfe an.

 

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