Zurück auf Start | Petros Markaris

Die Infos zum Buch

Autor: Petros Markaris

Verlag: Diogenes AG

Übersetzung: Michaela Prinzinger

Erschienen: Zürich 2015

Umfang: 349 Seiten

Preis: €(de)

ISBN: 978-3-257-06925-9

 

BUCHCOVER

Zurück auf Start Ein Fall für Kostas Charitos Warten auf die Fähre bei ruhigem See, am Hafen von Piräus oder an einem Hafen fern der Großstadt strahlt Geduld oder Resignation aus. Keine besonderen Merkmale unter gleichen sind aus der Ferne zu erkennen.

ZIELGRUPPE

Der Krimi geschieht mitten in der wirtschaftlichen Krise und hat Relevanz für alle Leser:innen, die Griechenland auch aus der Perspektive kennenlernen wollen. Chronologisch gelesen neben den anderen Kriminalromanen der Trilogie der Krise ergänzt er das Bild.

Kiki´s Rezension: Zurück auf Start Ein Fall für Kostas Charitos

EINLEITUNG

Frustrierte Bürger in Zeiten der Krise verlieren Geduld und schärfen ihren Verstand, während Petros Markaris auf der Suche nach Indizien hinter einer Gewaltserie den Täter wo anders ahnen lässt als es der Wahrheit entspricht. Niemand ist unfehlbar, auch Kommissar Kostas Charitos nicht.

 

INHALTSANGABE

Zurück auf Start

Wer ist ein Patriot? Privat, persönlich, Kriegstraumata

Kommissar Kostas Charitos fährt Bus und Metro, wie fast alle. Benzin ist teuer und das Geld ist knapp. Charitos Tochter Katerina wird von Neonazis zusammengeschlagen, weil sie afrikanische Einwanderer vertritt. Die Tat passiert vor dem Gerichtsgebäude, mitten im Zentrum. Es gibt Zuschauer, keiner hilft, manche freuen sich sogar, Angst verbreitet zu haben und die Angst anderer erlebt zu haben. Trotz persönlicher Betroffenheit lässt der nächste Fall nicht lange auf sich warten.

Charitos Spurensuche streift die schmerzvolle Vergangenheit des Bürgerkriegs nach 1945, der Familien entzweite und eine Mauer in den Köpfen errichtete.

 

INHALTSANALYSE & CHARAKTERISIERUNG

Epilog der Krise

In diesem Epilog der Krise hat diese den Kommissar buchstäblich mitten ins Herz getroffen: sein Kind wurde Opfer skrupelloser Täter, die sich in Sicherheit wähnen, denn sie haben Rückendeckung aus Polizeireihen.
Durch die Ermittlungen in dem Selbstmord eines Geschäftsmanns, der seinen Traum um ein Windenergie-Zukunftsprojekt in Griechenland in Trümmern sah, und der darauffolgenden Mordserie in Athen und Kalamata, gerät der Ermittler mit dem philosophisch-bissigen Humor ins Grübeln; stets begleitet von den Streitgesprächen mit seinem Freund, der Folter und Verbannungsinseln überlebte, mehr als eine Schattenseite erlebte und die Gegenwart erreicht hat.

Der Athener Kommissar geht um von der Attika Metropole ins epirotische Papingon, von Kalamata nach Athen, bis zu einer ägäischen Insel und deren Bürgermeister, der Fremde als Invasoren betrachtet.

 

Zurück auf Start

FAZIT

Wie der Vater um Fassung ringt, dass sein Kind Opfer eines wieder aufgehenden Schattenstaates wird, wie der Ermittler meistens ruhig und beherrscht, zielstrebig und realistisch die Lage überblickt erst dann handelt, wie dieser Mensch mitten im Chaos, das nur Opportunisten dienlich sein kann, seine Fassung bewahrt, wie aus eingebürgerten Einwanderern, die diese zweite Heimat ins Herz geschlossen haben, überzeugte Regressivisten
werden, für die „Zurück auf Start“ die einzige Rettung erscheint, wie Silberstreifen im Ausverkauf sind, wie die Krise alle und jeden einzelnen angeht, ist literarisch vollendeter Kriminalepilog der Krise.
Die Gedanken seines Protagonisten, der nebenbei den Lesern seine Herkunft mitteilt, kreisen um die Zukunft, als er dem Täterkollektiv aus Albanien gegenübersteht. Diese Zukunft lässt wenig (h)offen.

 

Orte der Handlung

Kalamata/Peloponnes
Athen
Epirus, u.a. Papingon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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